SBB-Löhne: Jetzt wollen auch die Angestellten mehr verdienen
Kampfansage des Schweizerischen Eisenbahner-Verbandes (SEV) an die SBB-Chefs: Die Eisenbahner-Gewerkschaft fordert für 2002 insgesamt 5 Prozent mehr Lohn. SEV-Präsident Leuenberger ist entschlossen, diese Forderung durchzusetzen.
Die fünf Prozent seien überaus massvoll im Vergleich zu dem, was sich das SBB-Management selbst zugeschanzt hat, erklärte Ernst Leuenberger gegenüber dem «Sonntags-Blick». Die Eisenbahner würden sehr unbehalten reagieren, falls die Lohnforderungen nicht akzeptiert werden. Es würde zu einem erheblichen Konflikt kommen.
Die Eisenbahner seien genau im Bilde, dass SBB-VR-Präsident Thierry Lalive d’Epinay 2’500 Franken pro Tag verdient und dass der neue Verwaltungsrat seine Entschädigungen im Vergleich zum alten seit dem Amtsantritt 1999 verfünffacht hat.
Die Lohnforderung des SEV besteht aus 3 Prozent Reallohn-Erhöhung und 2 Prozent Teuerungs-Ausgleich. Die SBB-Angestellten hätten die Teuerung seit 1997 nicht mehr ausgeglichen erhalten, so Leuenberger. Die dazu notwendigen 150 Mio. Franken entsprechen gemäss Leuenberger dem Gewinn der SBB im Jahr 2000.
Offizielle Zahlen über das Geschäftsjahr 2000 der SBB werden am kommenden Mittwoch an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich bekannt gegeben.
swissinfo und Agenturen
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