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Showdown bei Sulzer

Keystone

Im Übernahme-Kampf um den Sulzer-Konzern kommt es heute Donnerstag (20.04.) zum Showdown zwischen René Braginskys InCentive und dem Sulzer-Verwaltungsrat. Die Aktionäre entscheiden, wer im Krisen-Unternehmen künftig das Sagen hat.

Eigentlich geht es an der Generalversammlung bloss um die Wahlen in den Verwaltungsrat (VR). Der Financier Braginsky mit seiner InCentive will das gesamte Sulzer-Gremium absetzen und eine eigene Mannschaft unter VR-Präsident Eberhard von Koerber an die Spitze des Konzerns setzen.

Der Plan ist keineswegs chancenlos. Es ist damit zu rechnen, dass etliche Aktionäre nach dem jahrelangen Zickzack-Kurs und der schwachen Rendite des Unternehmens das Vertrauen in die Sulzer- Leute verloren haben. In den letzten Tagen zeigte sich die Börse allerdings skeptisch: Analysten gehen mehrheitlich davon aus, dass die unfreundliche Übernahme nicht klappen wird.

Bloss Vorentscheid, kein definitives Weichenstellen

Bereits vor den VR-Wahlen ist klar, dass damit der Machtkampf um Sulzer noch nicht definitiv entschieden sein wird. Die Entscheidung der Aktionäre gibt einzig klare Hinweise, wie sie sich dann auch gegenüber dem Angebot von Braginsky verhalten werden. Auch juristisch dürfte das Ganze noch ein Nachspiel haben, denn die jetzigen Sulzer-Leute haben beispielsweise die Bank Amro als Verwalterin von drei Prozent der Aktien von der Wahl ausgeschlossen, da sie nicht unabhängig sei. Dies wird die Bank (und wohl auch Braginsky) nicht so hinnehmen, wie sie gegenüber SF DRS bestätigten.

Handel ausgesetzt

Die Namenaktien von Sulzer sind am Donnerstag auf Wunsch der Gesellschaft «bis auf weiteres» vom Handel suspendiert worden.

swissinfo und Agenturen

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