Strafregister-Auszug via Postschalter
Wer einen Strafregister-Auszug braucht, muss nicht mehr ins Internet gehen oder bei den Gemeindebehörden anstehen. Privatpersonen können diesen ab sofort am Postschalter bestellen und bezahlen. Kostenpunkt: 20 Franken.
Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf und Postchef Ulrich Gygi orientierten am Montag in Bern über die neue Dienstleistung des Bundesamtes für Justiz (BJ) und der Post.
Das BJ rechnet dieses Jahr mit 325’000 Gesuchen um einen Strafregister-Auszug. Das sei Ausdruck eines erhöhten Sicherheitsbedürfnisses.
Strafregisterauszüge werden in den verschiedensten Bereichen benötigt, so auch bei Bewerbungen für eine Stelle, eine Wohnung, ein Visum, eine Einbürgerung, ein Wirtepatent oder für ein Adoptionsgesuch.
Die neue Dienstleistung des BJ und der Post richtet sich vor allem an Personen ohne Internetzugang. Die Post hat keinen Einblick in den Auszug – dieser wird nach wie vor zugeschickt.
Um seine Bearbeitungskapazität zu erhöhen, hat das BJ schon im Februar 2007 ein Online-Bestellverfahren für den Register-Auszug mit einem Gebühreninkasso durch die Post in Betrieb genommen.
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