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Weniger Langzeit- Arbeitslose

Im Gastgewerbe ging die Arbeitslosigkeit am stärksten zurück. Keystone

Die Zahl der Langzeit- Arbeitslosen in der Schweiz ist im Juli weiter gesunken. Ende Monat waren bei den Arbeitsämtern 13'777 Personen registriert, die länger als ein Jahr arbeitslos waren. 409 Personen oder 2,9 Prozent weniger als im Juni.

Jugendliche, Frauen und generell die Schweizer haben im Juli nicht vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitiert. Zahlreiche Schulabgänger und Lehrlinge waren auf Stellensuche. In den meisten Wirtschaftszweigen nahm die Arbeitslosigkeit weiter ab, am stärksten im Gastgewerbe, wie das das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) am Freitag (18.08.) mitteilte.

Ende Juli waren bei den Arbeitsämtern, wie berichtet, 65’140 Arbeitslose eingeschrieben, 822 Personen oder 1,2 Prozent weniger als einen Monat zuvor.

Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 1,8 Prozent. Die Zahl der bei den Arbeitsvermittlungszentren gemeldeten offenen Stellen nahm um 13,8 Prozent auf 13’463 ab, wie das seco im Detail zur Lage auf dem Arbeitsmarkt mitteilte.

36’157 Arbeitslose waren schweizerischer Nationalität, im Vergleich zum Vormonat entspricht dies einer Zunahme um 166 Personen oder 0,5 Prozent. Bei den Ausländern ging die Arbeitslosenzahl dagegen um 988 Personen oder 3,3 Prozent auf 28’983 Personen zurück.

Damit verminderte sich die Arbeitslosenquote der Ausländer um 0,1 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent, jene der Schweizer blieb unverändert bei 1,3 Prozent. Bei den Männern verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen um über 1’000 auf 32’585, während sich jene der Frauen um 217 auf 32’555 erhöhte. Die entsprechenden Arbeitslosenquoten lagen unverändert zum Vormonat bei 1,5 Prozent bei den Männern und 2,3 Prozent bei den Frauen.

Uneinheitliches Bild nach Kantonen

In der Deutschschweiz bildete sich die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 1,4 Prozent zurück, jene in der lateinischen Schweiz verharrte bei 2,7 Prozent.

Uneinheitlich sieht das Bild nach Kantonen aus. 14 Kantone verzeichneten eine Abnahme, und zwar am deutlichsten in Zürich und im Wallis, gefolgt von Basel-Stadt, Genf und Bern. In elf Kantonen waren Zunahmen zu verzeichnen, insbesondere in der Waadt, im Tessin, in Luzern und Neuenburg. Unverändert blieb die Lage in Schwyz.

Schulabgänger und Lehrlinge auf Stellensuche

Nach Branchen entfiel der stärkste Rückgang auf das Gastgewerbe (minus 5,7 Prozent, gefolgt vom Baugewerbe, dem Handel sowie dem Verkehrs- und Telekommunikationsbereich.

Die deutlichste Zunahme verzeichnete der Bereich Unterrichtswesen, Forschung und Entwicklung (plus 10,8 Prozent), gefolgt vom öffentlichen Dienst (plus 2,6 Prozent).

Nach der zuletzt ausgeübten Funktion wies laut seco einzig die Kategorie der Hilfskräfte eine nennenswerte Abnahme aus, während bei den Schülern und Studenten mit plus 24,7 Prozent und den Lehrlingen mit 17,2 Prozent eine starke Zunahme der Arbeitslosigkeit festgestellt wurde.

Dabei handelt es sich laut seco aber um ein Phänomen, das für den Juli charakteristisch ist, weil dann zahlreiche Schüler und Lehrlinge ihre Ausbildung beenden. Alle Altersgruppen mit Ausnahme der 15- bis 19-Jährigen wiesen demgegenüber sinkende Arbeitslosenzahlen aus.

swissinfo und Agenturen

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