Alternative Zug
Der Zuger Josef Lang, Parteipräsident und Nationalrat der Alternativen Kanton Zug, zu den Ansichten seiner Partei.
swissinfo: Für welche Werte stehen die Alternativen?
Josef Lang: Wir stellen den Menschen ins Zentrum und nicht den Profit der Wirtschaft.
Das heisst, wir sind für sozialen Ausgleich, auch wenn es den Reichen wehtut. Wir sind für Ökologie.
Und wir sind für den Frieden, das heisst beispielsweise auch gegen Kriegsmaterial-Exporte.
swissinfo: Welches sind die Kernanliegen der Alternativen?
J.L.: Unsser Kernanliegen ist das Engagement gegen die Klimaerwärmung, das Engagement gegen die soziale Kluft, die immer grösser wird, und zwar national wie global.
Wichtig ist uns auch der Einsatz gegen alle Kriege, die laufend angezettelt werden.
swissinfo: Welches sind die Wahlkampfthemen Ihrer Partei?
J.L.: Im Mittelpunkt dieses Wahlkampfs wird die Klimafrage stehen. Da sind wir auch beteiligt an einer Volksinitiative zum Klimaschutz.
Weitere Schwerpunkte werden sein: Kriegsmaterial-Exportverbot, also die Friedensfrage; dann der Schutz vor Waffengewalt. Dieser wird Inhalt einer Initiative sein, die im August gestartet wird.
Und dann natürlich der Kampf gegen Steuergeschenke zu Gunsten der Reichen und zu Gunsten von Unternehmen.
swissinfo-Interview: Christian Raaflaub
Die Alternative Kanton Zug entstand 2005 aus einem Zusammenschluss der Sozialistisch-Grünen Alternative (SGA) mit diversen Kleinparteien des Kantons. Die SGA ihrerseits war 1986 aus der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) hervorgegangen, seit 1980 Nachfolgepartei der trotzkistischen Revolutionären Marxistischen Liga (RML), die 1973 gegründet worden war.
Die Alternative Kanton Zug ist am linken Spektrum der Politik angesiedelt. Ihre Hauptanliegen sind Chancengleichheit, soziale Gerechtigkeit und Schutz der Umwelt. Die Partei hat Beobachterstatus bei der Grünen Partei der Schweiz und ist mit einem Abgeordneten im Nationalrat vertreten.
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