Ausgang der beiden Vorlagen laut Stimmungsbarometer weiterhin offen
Bei den eidgenössischen Abstimmungen vom 14. Juni zur 10-Millionen-Initiative der SVP und zur Änderung des Zivildienstgesetzes liegen Befürworter und Gegner derzeit fast gleichauf. Das zeigte ein Stimmungsbarometer des Marktforschungsinstituts YouGov Schweiz.
(Keystone-SDA) Bei der 10-Millionen-Initiative der SVP liegt das Nein-Lager mit 46 Prozent derzeit nur ein Prozent vor dem Ja-Lager. Die Befunde aus den kantonalen Ergebnissen aber deuten gemäss YouGov Schweiz tendenziell leicht in Richtung einer Ablehnung.
Eine gleich knappe Ausgangslage zeigt das Stimmungsbarometer bei der Abstimmung über die Änderung des Zivildienstgesetzes: 41 Prozent würden die Initiative aktuell annehmen, 40 Prozent würden sie ablehnen. Derzeit zeige das Stimmungsbarometer eher ein Scheitern an, als dass die Gesetzesänderung an der Urne angenommen würde.
Bei der Änderung des Zivildienstgesetzes erkennt YouGov Schweiz einen erheblichen Geschlechterunterschied. So zeigen Männer eine höhere Zustimmungsbereitschaft. Ähnliches sei beim Alter der Fall: Momentan würde jede zweite Person ab 60 für die Gesetzesänderung stimmen – bei den 18- bis 29-Jährigen seien es nur 30 Prozent.
Umfragewerte sind mit Vorsicht zu geniessen
Während sich 44 Prozent der Befragten gut bis sehr gut über die Abstimmung der 10-Millionen-Schweiz informiert sehen, war bei der Zivildienstgesetz-Abstimmung ein Drittel noch kaum informiert. Das liege wohl auch daran, dass 28 Prozent noch keine Berührungspunkte mit der Zivildienstgesetz-Abstimmung gehabt hätten, während 38 Prozent bereits private Gespräche über die 10-Millionen-Schweiz geführt hätten.
Für das aktuelle Stimmungsbarometer befragte YouGov Schweiz 3020 Personen zwischen dem 21. April und dem 4. Mai.
In einer Umfrage des Instituts Leewas Mitte April war die sogenannte Nachhaltigkeitsinitiative der SVP noch auf grössere Zustimmung gestossen: Damals hiess es, dass sie 52 Prozent der Befragten annehmen wollten. Ablehnung signalisiert hatten, 46 Prozent der Befragten, 2 Prozent waren noch unentschieden.
Zur Änderung des Zivildienstgesetzes sagten Mitte April 46 Prozent der Stimmenden Ja und ebenso viele sagten Nein.