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Basler Regierung muss sich mit späterem Schulbeginn beschäftigen

Keystone-SDA

Jugendliche sollen morgens später die Schule beginnen können. Die Mehrheit des Basler Grosse Rats ist offen für diese Idee und hat am Mittwoch einer Erstüberweisung einer entsprechenden Motion zugestimmt. Der Entscheid fiel mit 71 zu 15 Stimmen und 3 Enthaltungen.

(Keystone-SDA) Der Vorstoss fordert, dass an öffentlichen Schulen der Sekundarstufe I und II, am Zentrum für Brückenangebote und den Berufsschulen ein ein flexibles Modell für den späteren Schulstart bis mindestens um 08.30 Uhr eingeführt werden soll. Es gehe hier nicht um Faulheit, sondern um Biologie, sprich den Biorhythmus in dieser Altersgruppe, sagte Motionär Laurin Hoppler (Grüne/JGB).

Er bezog sich unter anderem auf eine dieses Jahr publizierte Studie aus Gossau SG. Diese zeigte auf, dass ein flexibler Unterrichtsbeginn am Morgen den chronischen Schlafmangel bei Jugendlichen reduzieren kann und deren Leistungen verbessert.

Bürgerliche sind gespalten

SP, Grüne, Basta und GLP unterstützten die Motion. Auch die LDP war dafür, behielt sich aber vor, bei einer Zweitüberweisung den Vorstoss als unverbindlicheren Anzug zu überweisen, wie Fraktionssprecherin Catherine Alioth sagte. Da sich die psychische Gesundheit der Jugendlichen in den letzten Jahren verschlechtert habe, sei es wichtig, dieses Anliegen zu prüfen, sagte Alioth.

Mitte-EVP und FDP waren gespalten, die SVP lehnte die Motion mehrheitlich ab. Mehrere Fraktionssprechende äusserten Bedenken zu den Folgen einer solchen Anpassung, etwa auf einen drohenden späteren Feierabend und die Hobbys wie Sportvereine.

Die Regierung hat drei Monate Zeit für eine Stellungnahme. Dann wird die Motion erneut traktandiert.

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