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Berner Gemeinderat spricht sich für Allmend-Parking aus

Keystone-SDA

Der Gemeinderat der Stadt Bern hat am Donnerstag die Ergebnisse der öffentlichen Mitwirkung zur künftigen Nutzung der Allmenden bekanntgegeben. Er spricht sich für ein unterirdisches Parkhaus, aber gegen exklusive Rasenfelder für YB aus.

(Keystone-SDA) Die Mitwirkung wurde von Bevölkerung, Vereinen, Quartierorganisationen und weiteren «rege genutzt», wie der Gemeinderat in einer Mitteilung schrieb. Nun hat er die Eckwerte für die weitere Planung festgelegt.

Demnach sollen die Allmenden «in ihrer Funktion für Bevölkerung, Stadtklima und Biodiversität gestärkt und weiterentwickelt werden». Geplant sind zusätzliche Bäume und auch sonst mehr Schatten, etwa durch einen Pavillon. Allgemein sollen die Allmenden hitzeresistenter und versiegelte Flächen reduziert werden.

Der Gemeinderat zeigt sich offen gegenüber einer unterirdischen Einstellhalle unter dem Zirkus-/Hyspaplatz. Er möchte aber, dass deren Grösse «auf das nötige Minimum» reduziert wird, wie er weiter schrieb. Das Parking soll als «Hauptszenario» weiterverfolgt werden. Daneben will der Gemeinderat aber auch alternative Lösungen prüfen. Die oberirdischen Parkplätze sollen abgeschafft werden.

Die Sportinfrastruktur auf den Allmenden soll sowohl für den Breitensport als auch für den Spitzensport verbessert werden. Sie soll aber öffentlich zugänglich bleiben – exklusive Nutzungen einzelner Akteure sind nicht vorgesehen.

Auf der Grundlage dieser Mitwirkung soll ein Gesamtkonzept entwickelt werden, wie es weiter hiess. Der Gemeinderat legt dem Stadtrat nun einen Zwischenbericht vor. 2027 soll die Testplanung fortgesetzt werden, begleitet von einer Jury. Mit deren Abschluss sei bis Anfang 2028 zu rechnen. Das letzte Wort wird das Stimmvolk haben.

Quartierleist ist zufrieden

Der Quartierleist Bern Nord zeigt sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zufrieden mit dem Zwischenbericht. «Unsere Anliegen, die wir gegenüber der Stadt formuliert haben, sind erfüllt», sagt Leist-Präsident Thomas Ingold.

Dass die Überdachung der Autobahn zwischen Grosser und Kleiner Allmend nicht realisierbar sein dürfte, findet Ingold hingegen schade. Die Vereinigung der beiden Allmenden sei ein klares Ziel des Leists. Falls das nicht passiere, müsse die bestehende Brücke deutlich verbreitert werden.

Kritisch sieht Ingold auch das Pflanzen von Bäumen. Das würde den Charakter der Allmend grundlegend verändern, sagt er. «Die Fläche würde ihre Weite verlieren. Es ist nicht der Sinn einer Allmend, dass daraus ein Park wird.»

Komitee klar gegen Parkhaus

Damit hat sich auch das Komitee «Berner Allmenden für alle» beschäftigt. Durch Bäume würden Nutzungskonflikte entstehen, sagt Anna Leissing, Stadträtin und Co-Präsidentin des Grünen Bündnisses (GB), das Teil des Komitees ist. «Auch wir haben uns für mehr Bäume ausgesprochen, aber wir müssen uns gut überlegen, wo wir diese pflanzen.»

Das GB ist mit den Plänen für die Allmenden in vielen Punkten zufrieden. «Dass die Qualität des Freiraums und die Biodiversität einen so hohen Stellenwert haben und dass die exklusive Nutzung der Sportflächen ausgeschlossen wird, begrüssen wir sehr», so Leissing.

Anders sieht es beim möglichen unterirdischen Parkhaus aus. Dass der Gemeinderat von einem «Megaparkhaus» weggekommen ist, wertet Leissing zwar positiv. Aber eigentlich will das Komitee gar kein Parkhaus. «Das war eine Kernforderung von uns. Solange daran festgehalten wird, ist eine Initiative nicht völlig vom Tisch.»

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