Beschuldigter bestreitet am Zürcher Obergericht Tötungsabsicht
Ein 21-Jähriger, der Betreuerinnen mit einem Messer angriff, hat am Zürcher Obergericht jegliche Tötungsabsicht bestritten. Er habe sich damals "nicht gespürt".
(Keystone-SDA) Er wisse nicht, was er tun wollte, sagte der Pakistaner am Freitag. Damals habe er kaum geschlafen, weil er süchtig nach Handyspielen gewesen sei. Mit einem Messer war der 21-Jährige in einem Heim in Bassersdorf ZH auf zwei Betreuerinnen losgegangen. «Ich war wütend, sie wollten mir mein Handy nicht zurückgeben», sagte er.
Bis der Prozess richtig losging, dauerte es. Der Beschuldigte sagte, er verstehe die Dolmetscherin nicht, sie spreche einen anderen Dialekt. Der Richter fühlte sich «verschaukelt», da die Frau seit Beginn der Untersuchung übersetzt habe.
Einen scherzhaften Vergleich mit Zürich- und Walliserdeutsch fand der Verteidiger nicht angebracht. «Die Übersetzungsprobleme sind längst bekannt», meinte er. Die Verhandlung wurde dennoch fortgesetzt.