Doch kein «akuter» Lehrermangel
In den letzten Monaten konnten in der Schweiz überraschend Hunderte Lehrerstellen besetzt werden. Der im April befürchtete "akute" Lehrermangel ist nun doch nicht eingetreten.
Es sind zwar nicht alle offenen Stellen besetzt, aber das gehört kurz vor Ende der Sommerferien zum Schulalltag, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur sda aufzeigt.
Die Schulleitungen suchen vor allem Lehrkräfte für Teilzeitpensen. Mehr als zehn unbesetzte Stellen verzeichnete Anfang Woche einzig der Kanton Zürich.
Beruhigt hat sich die Situation in den Kantonen Aargau und Luzern, wo die Lage noch im April als «sehr angespannt» bezeichnet wurde. Luzern inserierte unter anderem in der «Süddeutschen Zeitung», um Lehrpersonen aus Deutschland anzuwerben. Allerdings sind heute – wie in den meisten Kantonen – nur wenige Deutsche angestellt.
Besonders gesucht sind zudem die Heilpädagoginnen und Heilpädagogen. In vielen Kantonen werden Jugendliche mit Lernschwierigkeiten wieder vermehrt in die Regelklassen integriert anstatt in Kleinklassen geschult. Klassenlehrkräfte und Heilpädagogen unterrichten bei dem neuen Schulmodell oft gemeinsam.
Nach Ansicht des Dachverbands Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) wird das Schweizer Schulsystem jeoch ab 2010 von einem Lehrermangel bedroht.
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