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ETH Zürich ohne Lehrstuhl Italienisch

Die Situation an den Schweizer Hochschulen macht Italianisten Bauchweh.

Die ETH Zürich hat den Lehrstuhl für italienische Sprache und Literatur nach der Emeritierung von Ottavio Besomi im Jahr 2003 aufgegeben.

Zur Zeit läuft als Ersatz die Besetzung einer neuen Professur für Literatur- und Kulturwissenschaft. In der Stellenausschreibung ist von Forschung und Lehre mit der Entwicklung künstlicher Welten die Rede, doch die italienische Sprache und Literatur werden nicht erwähnt.

Auch wenn die ETH-Leitung in öffentlichen Erklärungen versicherte, dass dem italienischen Kulturraum in der neuen Professur viel Platz eingeräumt werde, ist man im Tessin skeptisch.

Forderungen aus dem Tessin

Der Tessiner Erziehungsdirektor Gabriele Gendotti hat in einem Brief an die ETH unterstrichen, dass das Italienische an der ETH als Hochschule des Bundes vertreten sein müsse, da diese Sprache ein wichtiges Element des Föderalismus darstelle.

Die Hochschule sieht ihrerseits einen direkten Link mit dem Italienischen gegeben, weil der neue Lehrstuhlinhaber auch an der Universität der italienischen Schweiz (USI) in Lugano unterrichten muss. Ob und wie diese Pendler-Professur möglich ist, wird erst die Zukunft zeigen.

swissinfo, Gerhard Lob

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