Bundesrätliches ‚Idealprofil‘: Frau und freisinnig
Zum 'Idealprofil' für die Nachfolge von Bundesrat Pascal Couchepin gehört nicht unbedingt, dass er oder sie ein Romand oder Tessiner ist. Weiblich wäre besser, freisinnig auch, wie drei Sonntags-Zeitungen durch Umfragen ermittelten.
Fast die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer findet es nicht weiter schlimm, wenn der Sitz des abtretenden Bundesrates Pascal Couchepin an einen Deutschschweizer geht. Das geht aus einer Umfrage hervor, die von den Zeitungen SonntagsBlick, Matin Dimanche und Il Caffe publiziert wurde.
Demnach finden 45,9% der Befragten, der Bundesratssitz sei nicht zwingend für jemanden aus der lateinischen Schweiz reserviert. Immerhin 41,7% wollen einen Romand oder Tessiner für die Nachfolge Couchepins.
Unter den Romands und Italienischsprachigen wäre jedoch eine Mehrzahl gegen einen weiteren deutschsprachigen Bundesrat.
Gemäss der Umfrage ist eine Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer dafür, dass erstmals in der Geschichte des Landes die Frauen in der Regierung die Mehrheit bekommen sollen.
Zwar sagten 32% der Befragten, nicht das Geschlecht sondern die Kompetenz zähle, aber 42% gaben an, dass sie eine Frau vorziehen würden.
Gefragt, welcher Partei der oder die Neue angehören solle, sagten 31,8%, sie wüssten es nicht. Für 23,3% soll der Sitz bei der Freisinnig-demokratischen Partei bleiben, 12% wollen einen zweiten Sitz für die Christdemokraten und 10,6% wollen einen weiteren Vertreter der Schweizerischen Volkspartei im Bundesrat.
Wie dem auch sei, Bundesräte werden in der Schweiz vom Parlament, das heisst vom National- und Ständerat gewählt, und nicht vom Volk.
swissinfo.ch und Agenturen
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