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Calmy-Rey trifft Sri Lankas Präsidentin

Aussenministerin Calmy-Rey engagiert sich für den Friedensprozess in Sri Lanka Keystone Archive

Die Schweizer Aussenministerin Micheline Calmy-Rey hat am Montag in Colombo Sri Lankas Präsidentin Chandrika Bandaranaike Kumaratunga getroffen. Im Zentrum des Gesprächs standen der Friedensprozess in Sri Lanka.

Calmy-Rey stellte verschiedene Aktionen vor, mit denen die Schweiz zum Friedensprozess in Sri Lanka beitragen könnte.

So bot Calmy-Rey unter anderem Unterstützung in den Bereichen Föderalismus, Menschenrechte, humanitäre Hilfe und Entminung an, wie Ivo Sieber, Sprecher des Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) erklärte.

Das Schweizerische Föderalismus-Modell gilt als Muster, um den Konflikt in Sri Lanka zu lösen. Vor ihrer Abreise nach Sri Lanka hatte Calmy-Rey dazu erklärt: «Das Modell wird in andern Ländern sehr geschätzt. In der Schweiz leben Menschen aus verschiedenen Kulturen, Sprachen und Regionen zusammen. Sri Lanka hat diese Probleme auch – und die Schweiz hat hier Glaubwürdigkeit.»

Neben dem Friedensprozess hätten sich die Gespräche zudem um die Interessen der Schweiz sowie das Verhältnis des Landes zu Sri Lanka gedreht, erklärte er.

Dabei seien insbesondere die wirtschaftlichen Beziehungen angesprochen worden, die sich in den letzten Jahren intensiviert hätten. Angesprochen wurde auch die Tatsache, dass in der Schweiz 40’000 Menschen aus Sri Lanka lebten.

Friedensprozesss



Weiter habe Präsidentin Kumaratunga die Bundesrätin über den Friedensprozess in Sri Lanka informiert. Seit 2003 sind die Friedensgespräche zwischen der Regierung in Colombo und den tamilischen Rebellen blockiert. Bereits 2002 hatte die Schweiz die Treffen mit Colombo und den tamilischen Rebellen intensiviert.

Vertreter der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) trafen sich zudem vom 1. bis zum 7. Oktober in Genf, um eine neue Runde der Friedensverhandlungen mit der Regierung Sri Lankas vorzubereiten. Die Rebellen verlangen die Schaffung eines unabhängigen Staates.

Calmy-Rey wird bei ihrem Besuch in Sri Lanka allerdings nicht mit LTTE-Vertretern zusammenkommen. Auf dem Programm stünden lediglich offizielle Treffen mit der Regierung, sagte Sieber. So ist für Dienstag ein Gespräch zwischen Calmy-Rey und dem neuen Premier Mahinda Rajapakse geplant.

Regionalkonferenz der Botschafter



Ebenfalls am Montag hat zudem in Sri Lanka eine dreitägige regionale Konferenz der Schweizer Botschafter begonnen. Im Zentrum stünden eine Bestandesaufnahme und sowie ein Ausblick im Zusammenhang mit der Schweizer Präsenz und Interessens-Vertretung in der Region, erkläuterte Sieber.

Neben der unterstützenden Rolle der Schweiz im Friedensprozess ist Sri Lanka auch hinsichtlich der Entwicklungs-Zusammenarbeit ein wichtiges Land für die Schweiz. Von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) werden Hilfsprojekte im Umfang von 8 Mio. Franken pro Jahr unterstützt.

swissinfo und Agenturen

Mehr als 60’000 Menschen kamen im Bürgerkrieg in Sri Lanka ums Leben.

800’000 wurden vertrieben, über 35’000 flohen in die Schweiz.

Seit Februar gilt ein von Norwegen vermittelter Waffenstillstand zwischen den Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) und der Regierung.

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