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Chinalco will Zugriff auf ausländische Rohstoffvorkommen ausbauen

PEKING/MELBOURNE (awp international) – Der chinesische Aluminiumkonzern Chinalco will in diesem Jahr seinen Zugriff auf ausländische Rohstoffquellen ausweiten. «Wir werden einige Durchbrüche erreichen», sagte Unternehmenschef Xiong Weiping in einem am Montag veröffentlichten Interview. Konkret nannte er ein Kupferprojekt des australisch-britischen Bergbaukonzerns Rio Tinto in der Mongolei, an dem sich Chinalco gern beteiligen würde. China möchte sich mit seinen Staatsunternehmen über Beteiligungen direkten Zugriff auf Rohstoffe sichern.
Im vergangenen Jahr war Chinalco damit gescheitert, seine 9,3-prozentige Beteiligung an Rio Tinto auszubauen. Daraufhin waren die chinesisch-australischen Beziehungen deutlich abgekühlt. Einem Bericht der australischen Zeitung «The Age» (Montag) zufolge weist inzwischen ein offizieller Bericht der chinesischen Regierung die Schuld am Scheitern des Geschäfts mit Rio Tinto dem eigenen Staatskonzern Chinalco zu. Das Unternehmen habe zu wenig getan, um die Rio-Aktionäre von seinem 19,5 Milliarden US-Dollar schweren Angebot zu überzeugen. Stattdessen hatten sich die Anteilseigner für eine Kapitalerhöhung entschieden und wollen die australischen Erzaktivitäten nun mit denen des Konkurrenten BHP Billiton verschmelzen./RX/nl/dct/stw

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