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Crans-Montana: Italien will als Zivilklägerin auftreten

Keystone-SDA

Italien will im Strafverfahren im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS als Zivilklägerin auftreten. Begründet wird der Schritt mit dem "direkten Schaden", der dem italienischen Staat zugefügt worden sei.

(Keystone-SDA) Der Antrag auf Zivilklage wurde laut einer von der Nachrichtenagentur Ansa verbreiteten Mitteilung des Regierungssitzes in Rom vom Vorsitz des Ministerrats über die Staatsanwaltschaft gestellt, die ihrerseits eine Schweizer Anwaltskanzlei beauftragt hat. Vorsitzende des Ministerrats ist Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.

Mit «direktem Schaden» spielt Italien auf die «erheblichen» Ressourcen an, die vom nationalen Zivilschutzdienst für die medizinische, psychologische und logistische Unterstützung der betroffenen italienischen Staatsangehörigen mobilisiert worden seien.

Weiter hiess es, dass die Beteiligung lokaler Behörden an der Entstehung des Unglücks als äusserst wahrscheinlich angesehen werde. Dies rechtfertige die entschiedene Forderung nach Schadenersatz bei allen zivilrechtlich Verantwortlichen.

Bislang habe die Walliser Staatsanwaltschaft keinen entsprechenden Antrag erhalten, teilte sie am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Bundespräsident Guy Parmelin wird am Dienstag von seinem italienischen Amtskollegen Sergio Mattarella in Rom empfangen. Tags darauf wird der Waadtländer der Vereidigung der neuen Schweizer Garde im Vatikan beiwohnen und Papst Leo XIV. treffen.

Bei dem Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana in der Silvesternacht sind 41 Menschen ums Leben gekommen, 115 Menschen wurden teils schwer verletzt. Sechs der Todesopfer sind Italiener, dazu kommen etwa zehn Verletzte.

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