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MÜNCHEN (awp international) - Im Grossraum München könnte bald eine neue Grosssparkasse entstehen. Der bereits geplante Zusammenschluss der Kreissparkasse München Starnberg mit der Ebersberger Sparkasse ist möglicherweise erst der Anfang. Kommunalpolitiker und Sparkassenvorstände aus dem Münchner Umland führen derzeit intensive Gespräche über weitere Fusionen, schrieb die "Süddeutsche Zeitung" am Donnerstag unter Berufung auf zahlreiche Beteiligte. Daraus könnte eine grosse Sparkasse entstehen - als Widerpart zur Münchner Stadtsparkasse.
Johanna Rumschöttel, Landrätin des Landkreises München, bestätigte der Zeitung solche Überlegungen: "Wir haben vor einigen Monaten Einladungen an alle Nachbarsparkassen ausgesprochen, und wir stiessen nirgends auf Desinteresse." Das Ziel für die kleineren Sparkassen rund um München müsse sein, gemeinsam stärker zu werden - auch als Schutz vor einer übergrossen Stadtsparkasse München.
Diese hatte sich bislang mit ihren Aktivitäten auf die Grossstadt München beschränkt. Vorstandschef Harald Strötgen dementiert, dass es kurzfristig einen Expansionsdrang ins Umland geben könnte: "Derzeit gibt es bei uns über Kooperationen in einzelnen Geschäftsfeldern hinaus weder Planungen noch einen Auftrag, Fusionsverhandlungen mit benachbarten Sparkassen zu führen."
Gleichwohl sind die Kreissparkassen aus dem Umland immer Konkurrenten, und die Furcht vor einer möglichen Expansion der Münchner ins Umland ist latent vorhanden. "Da die Sparkasse München mittlerweile wie eine mächtige Grossbank agiert, ist es von entscheidender Bedeutung, dass ein Gegengewicht geschaffen wird"?, sagt der Ebersberger Landrat Gottlieb Fauth. Ein Ringschluss, wie ihn Johanna Rumschöttel vorgeschlagen hat, sei "dabei sicher eine Option", so Fauth.
Rumschöttel sagt: "Wir könnten dann irgendwann auf Augenhöhe mit der Stadtsparkasse München sein." Die Stadtsparkasse München liegt mit einer Bilanzsumme von 15,2 Milliarden Euro 2010 bundesweit an fünfter Stelle aller Sparkassen, die Kreissparkasse München Starnberg bringt es auf 7,9 Milliarden, die Kreissparkasse Ebersberg auf 1,3 Milliarden, gemeinsam also 9,2 Milliarden.
Das Interesse in den Landkreisen der Region an Fusionsgesprächen sei gross gewesen, so Rumschöttel. Der Landkreis Ebersberg sei sogar "besonders rasch auf uns zugegange". Nach den bisherigen Gesprächen auf Vorstandsebene der Sparkassen sowie der beiden Kreistage geht die Münchner Landrätin fest davon aus, dass diese Fusion bald vollzogen wird - und Interesse bei weiteren Sparkassen weckt, sich dem neuen Grossinstitut anzuschliessen.
Vor allem die Kreissparkasse Fürstenfeldbruck, eine der zehn grössten im Freistaat, wäre ein geeigneter weiterer Partner - und ist selbst auf der Suche. Landrat Thomas Karmasin hat Sparkassenchef Klaus Knörr damit beauftragt, eine mögliche Fusion zu prüfen.
Dabei ist aber offenbar das Angebot der Kreissparkasse München Starnberg für eine gemeinsame Sparkasse im Münchner Umland nicht erste Wahl. Die Fürstenfeldbrucker sind eher daran interessiert, mit ihren Nachbarn aus Dachau und Landsberg zusammenzugehen - als dritte grosse Sparkasse im Grossraum München. In Dachau will man aber offiziell von Fusionen gar nichts hören. "Es gibt derzeit keine konkreten Gespräche und es sind auch keine Gespräche abzusehen"?, sagt Landrat Hansjörg Christmann./zb

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