Navigation

Sprunglinks

Hauptfunktionen

DE/Wirtschaft sucht händeringend Ingenieure

BERLIN/DÜSSELDORF (awp international) - Der deutschen Wirtschaft gehen die Ingenieure aus. 68.700 Stellen konnten im April nicht besetzt werden, wie der Verband der Ingenieure (VDI) am Freitag in Düsseldorf mitteilte. So hoch sei die Zahl seit Beginn der monatlichen Berechnungen im August 2000 noch nicht gewesen.
Die Zahl der offenen Stellen stieg insgesamt auf rund 90.000 und erreichte damit den höchsten Wert seit zehn Jahren. 22.300 Ingenieure waren arbeitslos gemeldet, das sind 300 weniger als im Monat zuvor. Vor allem Maschinen- und Fahrzeugbaubetriebe sind von dem Fachkräftemangel betroffen. Auch Elektro- und Bauingenieure werden dringend gesucht.
Nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) sehen immer mehr Unternehmen den Fachkräftemangel inzwischen als Risiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung. War es vor einem Jahr noch jedes sechste, sorge sich inzwischen jedes dritte Unternehmen um die zunehmenden Engpässe bei den Fachkräften, sagte ein DIHK-Sprecher.
Als Reaktion auf den zunehmenden Fachkräftemangel müssten Unternehmen, Verbände und Politik eine einheitliche Bildungsstrategie entwickeln, forderte VDI-Direktor Willi Fuchs. Darin sollte auch ein verbindlicher Technikunterricht enthalten sein. "Wenn wir jetzt nicht handeln, schadet der Ingenieurmangel der deutschen Wirtschaft." 2010 habe der dadurch verursachte Wertschöpfungsverlust 3,3 Milliarden Euro betragen./cah/DP/bgf

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.