Tagesmenü heute: Deliberative Demokratie

Wenn die Politik zu den Polen driftet, werden Lösungen schwierig. Es droht die Blockade.  Was tun dagegen? Unterschiedlichste Menschen an einen Tisch bringen – und an Lösungen knobeln lassen.

Das Zauberwort heisst Deliberation - das gemeinsame Besprechen von Möglichkeiten vor der eigenen Entscheidungsfindung. Dies steht im Zentrum der Experimente von Jonas Nakonz und seinen jungen Kolleginnen und Kollegen von foraus, dem Think-Tank zur schweizerischen Aussenpolitik.

Seit zwei Jahren organisiert Nakonz mit dem Format 'PoliTisch' migrationspolitische Gespräche mit sehr unterschiedlichen Teilnehmern aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Auch dabei: Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik. Beim gemeinsamen Essen werden unterschiedlichste Haltungen und Meinungen diskutiert. Dabei beobachtet Nakonz, wie und welche Antworten die zusammengewürfelte Runde auf politische Fragen findet.

Der Ansatz dahinter: Wenn Menschen früh oder gar von Anfang an Teil der politischen Debatte sind, können sie ihren Willen viel genauer ausdrücken als mit einem Ja oder Nein ganz am Schluss. Denn genau diese Reduktion von Demokratie auf ein "Entweder-oder" ist es, die Polarisierung fördert.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen