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Bundes-Millionen für EM

Der Entscheid darüber, wo 2008 die EM stattfindet, fällt kommenden Dezember. Keystone Archive

Unterstützung für die Kandidatur Österreich/Schweiz für die Fussball-Europameisterschaft 2008: So es klappt, will sich der Bund mit 3,5 Mio. Franken am Anlass beteiligen.

Die Regierung geht davon aus, dass das weltweite Interesse an der Fussball-Europameisterschafts-Endrunde 2008 (EURO 2008) das internationale Ansehen der Schweiz fördern könnten. Zudem seien positive politische, sportliche und wirtschaftliche Impulse zu erwarten.

«Dieser Grossanlass dient nicht nur dem Spitzensport, sondern ist Werbung für einen fairen und gesunden Sport», sagte Bundesrat Samuel Schmid. Damit strahle die EM auch auf den Nachwuchs- und Breitensport aus. Die Schweiz könne sich als mehrsprachiges und multikulturelles Land präsentieren.

Geld für Sicherheit – und Gesundheits-Prävention

Fällt die Kandidatur positiv aus, beteiligt sich der Bund mit 3,5 Mio. Franken an der EM. Notwendig ist allerdings noch die Zustimmung des Parlaments. Die Debatte ist spätestens für den Herbst geplant.

Eine Million soll für Bau-Massnahmen in den Bereichen Medien und Sicherheit in den Stadien Basel, Bern, Genf und Zürich aufgewendet werden. Hinzu kommen nicht in Rechnung gestellte Leistungen bis zu einem Maximalbetrag von weiteren zwei Millionen Franken. Hier handelt es sich vor allem um Einsätze der Armee.

Eine halbe Million ist zudem für eine gemeinsame Kampagne mit dem Schweizerischen Fussballverband für Gesundheits-Prävention und soziale Integration durch Sport vorgesehen.

Bedingung: Engagement der Kantone

Das Bundes-Engagement ist an die Bedingung geknüpft, dass sich die Kantone mit einem doppelt so hohen Beitrag beteiligen. Eine Defizitgarantie übernimmt der Bund nicht.

Die Gesamtkosten der EM werden mit 120 Millionen beziffert. Der österreichische Staat will sich mit über 60 Mio. Franken beteiligen. Allerdings sind in diesem Betrag auch Beiträge an Stadion-Bauten vorgesehen, wofür in der Schweiz 34 Millionen an Bundesgeldern aufgewendet werden.

Entscheid im Dezember 2002

Mit vier modernen Stadien, die während der kommenden zwei bis drei Jahre fertiggestellt werden, verfüge die Schweiz über eine optimale Infrastruktur, erklärte der Bundesrat. Auf Grund der hohen UEFA-Auflagen sei für die Schweiz jedoch einzig eine gemeinsame Kandidatur mit einem Nachbarland realistisch.

Die Kandidatur der Fussballverbände der Schweiz (SFV) und Österreichs (ÖFB) sieht acht Austragungs-Orte vor, vier davon in der Schweiz. Die UEFA wird im kommenden Dezember über die Vergabe der EURO 2008 entscheiden.

Neben Österreich und der Schweiz interessieren sich auch Skandinavien, Schottland und allenfalls Ungarn.

swissinfo und Agenturen

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