F1: Sauber aus Reihe 5
Rubens Barrichello startet zum vierten Mal aus der Pole-Position. Die Sauber-Piloten erreichten im Abschluss-Training in Melbourne die Plätze 9 und 10.
Diesmal war Rubens Barrichello der Glücklichere: Genau im richtigen Zeitpunkt auf der nur selten trockenen Piste schnappte der bald 30-jährige Brasilianer seinem Teamkollegen Michael Schumacher beim Formel-1-Saisonauftakt in Melbourne im Abschluss-Training die Pole-Position weg.
Fünf Tausendstelsekunden trennten die beiden Ferrari-Fahrer, die mit ihren verbesserten letztjährigen Fahrzeugen Ralf Schumacher im Williams-BMW und das McLaren-Mercedes-Duo David Coulthard und Kimi Räikkönen auf die nächsten Plätze verwiesen.
Sauber schaffte mit den Plätzen 9 für Debütant Felipe Massa und 10 für Nick Heidfeld bei erneut schwierigen Verhältnissen ein gutes, aber nicht optimales Ergebnis.
Unsicherheit wegen Regen
«Mein erster Versuch war gut, beim zweiten hätte ich mich aber bestimmt noch um einige Zehntel verbessern können, wenn es nicht zu regnen begonnen hätte», meinte der deutsche Heidfeld.
Massa schaffte in den wenigen trockenen Augenblicken zwei Umgänge und konnte sich trotz eines kleinen Fehlers in der ersten Kurve auf den neunten Platz verbessern. «Mein Ziel war es, unter die ersten 10 zu kommen. Das habe ich geschafft, und dafür bin ich dem Team sehr dankbar.»
Räikkönen vor Jahresfrist 13. Startplatz
Peter Sauber zeigte sich durchaus angetan von der guten Vorstellung seiner Mannschaft und von der Lockerheit, mit der Massa die schwierige Aufgabe bewältigte. Massas Vorgänger Kimi Räikkönen hatte vor Jahresfrist gleichenorts mit Platz 13 für Aufsehen gesorgt.
Barrichello, der bei schlechtem Wetter am ehesten für eine Überraschung gut ist, freute sich diebisch über seine vierte Pole-Position und gab sich sehr zuversichtlich für das Rennen. Da könnten die Ferrari einen zweiten Trumpf ausspielen, wenn das schlechte Wetter anhält.
Ihrer ersten Startpositionen sicher, testeten sie in den letzten zehn Minuten des Abschlusstrainings als einzige ihre Regenreifen. Klar schneller war dabei Michael Schumacher, der die Chance auf die «Pole» verlor, als er bei seinem zweiten Versuch durch die rote Flagge gestoppt wurde, weil der mit Hydraulikproblemen stehen gebliebene Jordan-Honda von Takuma Sato geborgen werden musste.
Der japanische Formel-1-Neuling hatte am Morgen die Kontrolle über seinen Wagen verloren, war mit hohem Tempo seitlich heftig in die Reifenstapel geprallt und hatte deshalb auf den Ersatzwagen umsteigen musste. Obwohl Sato die Qualifikationshürde von 107 Prozent wegen des immer heftigeren Regens nicht schaffte, wird er zum Rennen zugelassen.
swissinfo und Agenturen
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