Federer und Wawrinka ausgeschieden
Roger Federer kommt auf Sand weiterhin nicht auf Touren. Der Weltranglisten-Erste unterlag beim ATP-Turnier in Estoril im Halbfinal dem Spanier Albert Montanes (ATP 34) 2:6, 6:7 (5:7).
Auch Stanislas Wawrinka (ATP 23) schied in Belgrad in der Runde der letzten vier aus und verpasste damit seinen dritten Final-Einzug in diesem Jahr.
Der 25-jährige Waadtländer verlor gegen den amerikanischen Aufschlaggiganten John Isner (ATP 21) 5:7, 5:7.
Federer war nach der peniblen Darbietung im ersten Durchgang auf dem besten Weg, den Entscheidungssatz zu erreichen. Im Tie-Break sicherte er sich nach einem 0:2-Rückstand fünf Punkte in Serie und konnte in der Folge zweimal aufschlagen.
Doch Montanes gelang die Wende. Der Matchball war symptomatisch für den Auftritt Federers; nach dem Return des Spaniers geriet seine Backhand ohne Not zu lang.
Der Schweizer kam mit den langsamen Bedingungen — die Partie hatte wegen Regens mit Verspätung begonnen — nicht zurecht und agierte zu passiv. Dies war für ihn unverständlich: Mit solchen Bedingungen sei er in der Schweiz aufgewachsen. Er sei sich Regen gewohnt und habe ihn Hamburg grossartige Erfolge gefeiert.
Federer unterliefen nicht weniger als 48 unerzwungene Fehler, was eigentlich schon alles aussagt über dessen Leistung. Im ersten Satz kassierte er drei Breaks in Serie, da er mit seinem zweiten Service bloss zwei von zehn Punkten gewann.
Im zweiten Durchgang vermochte er sich bei eigenem Aufschlag zu steigern, doch gelang es ihm trotz zwei Möglichkeiten nicht, Montanes zu breaken.
«Ich muss das Positive aus dieser Woche mitnehmen», sagte Federer. Er sei froh, dass er hier drei Partien habe absolvieren können. Albert habe einen guten Match gespielt und ihm nicht viele Chancen gegeben. Er dagegen habe von Anfang an Probleme bekundet. Er bewege sich noch zu langsam, was ihn überrasche, da er viel Arbeit in die Beinarbeit investiert habe.
swissinfo.ch und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch