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Gemeinsam gegen Gewalt in Schweizer Stadien

Wüste Ausschreitungen von Lugano-Ultras nach dem Eishockey-Playoff-Final Lugano ZSC Lions vom 7. April. Keystone

Die Schweizer Sportverbände und der Bund wollen die Gewalt in Schweizer Fussball- und Eishockey-Stadien gemeinsam bekämpfen. Dies hat eine Arbeitsgruppe am Dienstag (17.04.) beschlossen. Die Verhängung eines totalen Alkoholverbotes wurde verworfen.

Ein totales Alkoholverbot sei nicht durchsetzbar, erklärte Bernhard Rentsch vom Bundesamt für Sport im Anschluss an die erste Sitzung der Arbeitsgruppe. Die Diskussionen hätten gezeigt, dass das Alkoholproblem von Fall zu Fall betrachtet werden müsse. Das Thema Alkohol werde weiter diskutiert.

Konkrete Entscheide wollen die Vertreter der Sportverbände und des Bundes an der nächsten Sitzung vom 8. Mai fällen. Dann liegen auch die Resultate der Untersuchung der Ausschreitungen nach dem Eishockey-Finalspiel Lugano-ZSC Lions vor. Der «Fall Lugano» müsse separat betrachtet werden, heisst es in einem Communiqué vom Dienstag.

Verantwortung wahrgenommen

Der Eishockey- und der Fussballverband würden ihre Verantwortung aber im wesentlichen wahrnehmen, wurde an der Sitzung weiter festgestellt. An der vom Bundesamt für Sport in Magglingen einberufenen Telefonkonferenz nahmen Vertreter des Schweizerischen Olympischen Verbandes, des Eishockey-Verbandes, des Fussball-Verbandes sowie der Fussball- und Eishockey-Nationalligen teil.

Bundesrat Samuel Schmid hatte nach den Gewaltakten im Umfeld von Eishockey- und Fussballspielen von Anfang April in Basel und Lugano Sofortmassnahmen gefordert. Schmid erwartet Vorschläge für die Bereiche Zutrittskontrollen, Alkoholausschank, Sanktionen und längerfristige präventive Massnahmen.

swissinfo und Agenturen

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