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Landesweiter Alarm bei Kindesentführungen

Vermisste Minderjährige werden ab nächstem Januar via Radio und Fernsehen, Autobahn-Anzeigetafeln sowie Durchsagen an Bahnhöfen und Flughäfen gesucht. Das neue, national koordinierte Alarmsystem wird bei Entführungen eingesetzt.

Dabei entscheiden die ersten Stunden nach der Tat über den Fahndungserfolg und die Rettung des Opfers, teilten die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) und das Bundesamt für Polizei (fedpol) am Donnerstag mit.

Deshalb würden die bestehenden Fahndungsmittel der Polizei mit einem System ergänzt, das «eine sofortige flächendeckende und systematische Verbreitung» von Informationen über eine Kindsentführung ermöglicht.

Den Alarm, der auch von den Nachrichtenagenturen weiterverbreitet wird, lösen kantonale Strafverfolgungsbehörden aus. Sie sind für den Inhalt der Alarmmeldung zuständig, die in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch verfasst wird.

Die Alarmmeldung wird während drei Stunden vermittelt, danach stoppt die Verbreitung automatisch, auch wenn Opfer und Täter nicht lokalisiert sind. Bei neuen Erkenntnissen kann ein Alarm um maximal zwei Stunden verlängert werden. Dank der Meldung sollen im fedpol bei einem Callcenter Hinweise aus der Bevölkerung eingehen.

Eine Studie bei Swisscom, Sunrise und Orange soll zeigen, ob die Alarme per SMS auf Mobiltelefone von freiwillig registrierten Benützern übermittelt werden könnten.

Den Anstoss für das Alarmsystem gab die Entführung der fünfeinhalbjährigen Ylenia am 31. Juli 2007 in Appenzell.

swissinfo. ch und Agenturen

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