SBB warnen Kupferdiebe
Fünf Tage nach einem lebensgefährlichen Kurzschluss beim Diebstahl eines Erdungskabels haben Kupferdiebe der SBB erneut Erdseile gestohlen. Solche Diebstähle seien lebensgefährlich, warnten die SBB am Montag. Die SBB verstärken die Kontrollen.
Die Kupferdiebe schlugen gleich an zwei Aargauer Bahnstrecken zu, wie die Kantonspolizei am Montag mitteilte. Auf der Strecke zwischen Siggenthal Station und Döttingen fehlten 1500 Meter Kupferkabel. Zwischen Sisseln und Laufenburg wurden auf dem Gemeindegebiet von Kaisten weitere 1300 Meter Kupferkabel abmontiert.
Die Polizei vermutet dieselbe Täterschaft hinter den Kupferdiebstählen. Sie geht davon aus, dass die Diebe über entsprechende Fachkentnisse verfügen und professionell organisiert sind. Laut der US-Bundespolizei FBI stieg der Kupferpreis zwischen 2001 und 2008 um über 500%.
Die SBB wollen nach den Diebstählen die Kontrollen an den Strecken verstärken. SBB-Sprecher Roman Marti wies darauf hin, dass die Diebe mit ihrem Leben spielten. Es müsse für einen Stromschlag nicht zu einer Berührung mit der Fahrleitung kommen. Jederzeit könne ein so genannter Lichtbogen auf Menschen, die der Fahrleitung zu nahe kommen, überspringen. Ein derartiger Stromschlag sei tödlich.
swissinfo.ch und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch