Schweizer Positionen gegen Aids an UNO-Versammlung
Sowohl eine offizielle Delegation unter Innenministerin Ruth Dreifuss wie auch die Aids-Hilfe Schweiz werden an der UNO Sonderversammlung zu HIV und Aids teilnehmen, die ab Montag (25.6.) in New York stattfindet. Es ist das erste Mal, dass eine UNO-Versammlung einem Gesundheitsthema gewidmet wird.
Ziel der UNO-Versammlung ist es, den internationalen Kampf gegen Aids zu verstärken und die nötigen Ressourcen zu mobilisieren. An der Versammlung soll von der Staatengemeinschaft eine Deklaration unterzeichnet werden, die aufzeigt, wie die weltweite HIV/Aids-Epidemie wirkungsvoll eingedämmt werden kann.
Weltweit leben 36 Mio. Menschen mit dem HI-Virus und allein im letzten Jahr haben sich 5 Millionen neu infiziert.
Das Nicht-Uno-Mitglied Schweiz wird mit einer Delegation unter Innenministerin Ruth Dreifuss mit Beobachterstatus an der UNO Sonderversammlung teilnehmen. Die Teilnahme von Bundesrätin Dreifuss unterstreiche den Solidaritätswillen der Schweiz und mache deutlich, dass die Schweiz der Bekämpfung von Aids eine grosse Bedeutung beimesse, heisst es in einer Mitteilung der Regierung.
Zusammenarbeit Regierungen und NGO
Unter den akkreditierten Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) befindet sich auch die Aids-Hilfe Schweiz, welche sich zum Ziel setzt, an der Versammlung eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen NGOs und Regierungen zu propagieren, wie sie in der Schweiz ausgezeichnet funktioniert.
Zudem will die Aids Hilfe durch Vernetzung, Lobbying und Öffentlichkeitsarbeit die Länder des Nordens auffordern, sich international für das Thema HIV/Aids zu engagieren.
Die zur Unterzeichnung vorgesehene Deklaration beschreibt die Bereiche, auf denen sich Massnahmen aufdrängen. Das sind neben dem Zugang zu Medikamenten auch die nötige Betreuung und vor allem die gleichzeitig zu betreibende Prävention.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch