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Steuerreduktion für Unternehmen gefordert

Das Steuerpaket des Bundesrats soll erweitert werden. Unternehmen würden damit von Steuern in der Höhe von 330 Mio. Franken entlastet. Dies beschloss die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) des Nationalrats am Dienstag (24.04.).

Die Kommission hat einstimmig beschlossen, die Steuer-Erleichterungen für Familien und bei der Stempelabgabe zu einem einzigen Bundesbeschluss (Beschluss 1) zusammenzufassen. Die Kommission befand ebenfalls, mit 16 zu 9 Stimmen, diesen ersten Beschluss mit zwei zusätzlichen Massnahmen zur Entlastung der Unternehmens-Besteuerungen zu ergänzen: Der Gewinnsteuersatz von Unternehmen soll von 8,5 auf 8,0% gesenkt werden. Dies ist mit jährlichen Steuerausfällen von 300 Mio. Franken verbunden.

Weitere 30 Millionen

In einem zweiten Beschluss (Beschluss 2) wird der Systemwechsel bei der Wohneigentums-Besteuerung unterbreitet. Weiter will die Kommission die Freigrenze für die Emissionsabgabe von 250’000 auf 1 Mio. Franken erhöhen, was einem Steuerausfall von 30 Mio. Franken pro Jahr gleichkäme.

Bereits an ihrer letzten Sitzung im März hatte die Kommission eine Unter-Kommission beauftragt, den Systemwechsel bei der Wohneigentums-Besteuerung nochmals näher anzuschauen.

Familienbesteuerung noch offen

Erst Mitte Juni und Anfang Juli wird die Kommission die Reform der Ehepaar- und Familiensteuern behandeln. Neben einem höheren Kinderabzug schlägt der Bundesrat namentlich ein Teilsplitting vor, bei dem die Einkommen der Eheleute zwar weiterhin addiert, für die Berechnung des Steuersatzes dann aber durch 1,9 Prozent geteilt werden.

Das bundesrätliche Steuerpaket sah ursprünglich Steuerausfälle von jährlich 1,4 Mrd. Franken vor. Wenn die Vorschläge der Kommission im Parlament durchkommen, werden die Steuerausfälle wesentlich höher sein.

swissinfo und Agenturen

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