Straftaten werden meist mit Geld geahndet
Rund 86% der über 90'000 verurteilten Erwachsenen haben im letzten Jahr eine mit dem neuen Strafrecht eingeführte Geldstrafe erhalten, verbunden mit einer Busse. Dies teilt das Bundesamt für Statistik (BFS) mit.
2005 waren mit 62% Freiheitsstrafen noch am häufigsten, wobei drei Viertel davon bedingt angeordnet wurden.
Die Zahl der Jugendstrafurteile stieg von 2005 bis 2008 um 5% auf 14’632. Der Anteil an Gewaltstraftaten blieb dagegen mit 17% stabil. Der Anteil der verurteilten Schweizer Jugendlichen nahm um 7 Prozentpunkte zu. Als häufigste Sanktion wurde eine persönliche Leistung ausgesprochen.
Mit der Strafrechts-Revision stieg die Gesamtsumme der monetären Strafen innert drei Jahren um mehr als zwei Drittel auf 80 Mio. Franken.
Einen Anstieg von 16% verzeichnete das BFS bei den Verurteilungen wegen Strassenverkehrsdelikten. Dies sei aber nicht auf vermehrt strafbares Fahrverhalten zurückzuführen, sondern auf verstärkte Polizeikontrollen.
swissinfo.ch und Agenturen
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