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UNO beschliesst Strategie gegen Aids – Schweiz mit Geld dabei

Auch die UNO nimmt den Kampf gegen Aids auf. Keystone

Die internationale Völker-Gemeinschaft will bis zum Jahr 2003 eine wirksame Strategie gegen Aids entwickeln. An der Sonderkonferenz der UNO-Vollversammlung in New York sicherte die Schweizer Innenministerin Ruth Dreifuss mehr Schweizer Finanzhilfe zu.

Zum Abschluss ihrer dreitägigen Aids-Sondersitzung verabschiedeten die Delegierten der UNO-Vollversammlung eine Erklärung mit konkreten Zielen zur Bekämpfung der Immunschwäche. Die Erklärung ist allerdings nicht bindend. UNO-Generalsekretär Kofi Annan bezeichnete sie als Basis für «eine globale Antwort auf ein wahrhaft globales Problem».

Die Abschlusserklärung ruft alle Regierungen dazu auf, im Laufe der kommenden zwei Jahre Strategien und Finanzierungs-Konzepte zur Bekämpfung von Aids zu entwickeln. Ferner sollen Programme zur Senkung der Infektionsraten und zum Schutz von Risikogruppen ausgearbeitet werden. Bis 2005 soll es in allen Staaten Aufklärungsprogramme geben.

Die Zahl Aids-kranker Kinder soll bis 2005 um 20% vermindert und bis 2010 halbiert werden, indem schwangere HIV-infizierte Frauen rechtzeitig medizinisch versorgt werden. Ausserdem einigten sich die Vertreter aus 189 Staaten darauf, die Verfügbarkeit von Aids-Medikamenten zu erhöhen.

UNO-Nichtmitglied Schweiz hilft mit

Die Schweizer Regierung hat die Aufstockung der Finanzmittel beschlossen und es Ruth Dreifuss überlassen, die Verpflichtung der Schweiz an der Aids-Konferenz der UNO bekannt zu geben.

Die Schweiz wird ihren Beitrag zur multilateralen Aidshilfe mit der Erhöhung der Zahlungen an das UNO-Aidsprogramm auf vier Mio. Franken verdoppeln. Für das Jahr 2002 sei zudem eine weitere Verdoppelung beschlossen worden.

Bundesrätin Ruth Dreifuss hat die Idee eines weltweiten Fonds im Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria begrüsst. An der Sonder-Vollversammlung der UNO gegen Aids in New York gab sie ihrer Hoffnung Ausdruck, dass ein solcher Fonds zusätzliche Ressourcen mobilisieren könne.

Ruth Dreifuss kam als 70. und letzte Sprecherin an die Reihe. Die Schweiz ist nicht Mitglied der UNO.

swissinfo und Agenturen

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