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WM-Punkte für Sauber

Nick Heidfeld zeigte sich in Malaysien gut in Form Keystone Archive

Das Sauber-Team hat seinem Sponsor Petronas im "Heimrennen" Freude bereitet: Nick Heidfeld und Felipe Massa beendeten den Grand Prix von Malaysia in den Rängen 5 und 6.

Dass die Enttäuschungen im «Petronas-Land» für das Sauber-Team nach drei erfolglosen Anläufen ein Ende haben könnten, hatte sich schon nach dem Qualifying abgezeichnet, in dem sich Heidfeld hinter den Fahrern der drei Topteams als «best of the rest» Position 7 in der Startaufstellung gesichert hatte.

Nicht erwartet werden konnte dagegen der erste Punktegewinn Massas, zumal sich der Brasilianer in der «Qualifikationsmühle» mit dem Ersatzauto hatte abmühen müssen (14.).

Peter Saubers besondere Freude

«Ich habe an den WM-Punkt geglaubt, falls ich ins Ziel kommen sollte», berichtete Massa, «dass es geklappt hat, ist natürlich wunderbar.» Für ihn freue er sich riesig, sagte ein überglücklicher Peter Sauber, «denn er bestritt heute ja sozusagen seinen ersten Grand Prix.» Der Patron sprach damit den misslungenen Saisonauftakt vor zwei Wochen in Melbourne an. «Für uns alle war es nicht leicht, jene Vorkommnisse wegzustecken.»

Stolz konnte Peter Sauber in jeder Hinsicht sein, wie sein Team auf den Doppelausfall nach den Startkollisionen und die damit verbundene Hektik wegen des Nachschubs an Ersatzteilen reagiert hat.

Den drei WM-Punkten lagen allerdings nicht nur fehlerfreie Fahrten, sondern auch zwei Autos zu Grunde, die zu keinerlei Klagen Anlass gaben; die C21 haben ein erstes Mal gezeigt, dass die nach den vorsaisonalen Testfahrten verteilten Vorschusslorbeeren nicht übertrieben waren.

Kollision Schumacher – Montoya

Die ersten Saisonpunkte fürs Sauber-Team hatten sich schon kurz nach dem Start zusätzlich konkretisiert. In der ersten Kurve waren sich der aus der Pole-Position gestartete Michael Schumacher und Montoya in die Quere gekommen.

Heidfeld kehrte damit bereits als Fünfter von der Startrunde zurück. Die Position in den ersten sechs gab er nur noch in jener Phase kurz ab, als er das erste (von zwei) Mal nach dem Boxenstopp auf die Strecke zurückgekehrt war.

Das Rencontre kostete Schumachers Ferrari den Frontflügel, und der Kolumbianer fiel von der 2. an die 11. Stelle zurück. Schumacher war verständlicherweise gezwungen, einen ersten Boxenstopp einzulegen, um sich eine neue Frontpartie abzuholen, büsste dadurch rund eine Minute auf die Spitze ein und fand sich am Ende des Feldes wieder.

kein Glück für Montoya

Montoya brachte der Zwischenfall weiteres Ungemach: Die Rennleitung brummte ihm ein sogenanntes «Drive through» auf; Montoya musste ohne anzuhalten einmal den Umweg durch die Boxengasse in Kauf nehmen. Das Verdikt fand nicht nur der Sanktionierte selber als unfair, zumal das Ganze auch als normaler Rennunfall hätte betrachtet werden können.

Zum Sieg hätte es Montoya allerdings selbst unter normalen Umständen kaum gereicht, denn im Gegensatz zu ihm hatte sich Ralf Schumacher für lediglich einen Boxenhalt entschieden. Seinen vierten Grand-Prix-Sieg (nach Imola, Montreal und Hockenheim in der vergangenen Saison) verdankt der jüngere der beiden Schumacher-Brüder unter anderem den Michelin-Reifen, die jenen von Konkurrent Bridgestone bei den hohen Temperaturen (Luft bis 35, Asphalt bis 45 Grad) überlegen waren.

Button – die Überraschung

Dass BMW-Williams erstmals in der seit der Saison 2000 währenden Partnerschaft die Plätze 1 und 2 belegte, vermochte natürlich auch Michael Schumacher nicht mehr zu verhindern. In der Schlussrunde sicherte er sich auf Kosten von Jenson Button wenigstens noch Platz 3. Der Brite verpasste seinen ersten Podestrang wegen einer defekten Radaufhängung, die ihn zwei Runden vor Schluss zwang, das Tempo zu drosseln.

Button, der mit dem ebenfalls auf Michelin-Pneus rollenden Renault wie der nachmalige Sieger nur einmal inne hielt, war dennoch eine der grossen Überraschungen des Rennens. Eine derart gute Klassierung war dem Team, das noch im vergangenen Jahr unter Benetton-Renault firmiert hatte, so früh in der Saison noch nicht zugetraut worden.

Viele Pechvögel – eine Lachnummer

Zu den Pechvögeln zählte Rubens Barrichello. Der Brasilianer hatte während 20 der 56 Runden in Führung gelegen und schied vor dem letzten Rennviertel an 2. Stelle liegend mit Motorschaden aus. Das gleiche Unheil ereilte Kimi Räikkönen und David Coulthard in den McLaren-Mercedes.

Ungewollt für eine Lachnummer sorgten die Fahrer des Jordan-Teams. Der Japaner Takuma Sato (9.) rammte in seinem zweiten Grand Prix schon früh das Auto seines Stallgefährten Giancarlo Fisichella (13.) von hinten. Die beiden kehrten nach den erforderlichen Reparaturen zwar auf die Piste zurück, im Kampf um die Punkteränge blieben sie aber chancenlos.

swissinfo und Agenturen

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