Pressefreiheit: ein Fundament der modernen Demokratie
Der prominente russische Journalist Dmitry Skorobutov berichtete jahrelang für den grossen TV-Sender "Russia 1" über nationale und internationale Angelegenheiten. Heute lebt er im politischen Exil in der Schweiz. Wir sprechen mit ihm für die SWI swissinfo.ch-Serie "Stimmen der Freiheit".
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Bruno berichtet als Globaler Demokratiekorrespondent. Er wirkt zudem seit über dreissig Jahren für die SRG als Auslandkorrespondent für das Schweizer Radio und Fernsehen SRF. Ausserdem ist er Direktor für internationale Beziehungen bei der Schweizer Demokratie Stiftung, Co-Präsident des Global Forum on Modern Direct Democracy und Co-Initiator der Demokratie-Städte.
Ich leite das Redaktionsteam und bin für die Qualität aller russischsprachigen Veröffentlichungen, die Übersetzung und Adaption von Materialien ins Russische und die Entwicklung der Gesamtberichterstattung im Einklang mit den Bedürfnissen unseres Publikums verantwortlich.
Ich habe Geschichte und Soziologie in Moskau und Journalismus in der Schweiz studiert und bin Spezialist für deutsche und schweizerische Geschichte und Politik. Ich habe zwei Jahre in der Armee gedient, war 11 Jahre lang im diplomatischen Dienst tätig und habe an verschiedenen Universitäten unterrichtet. Ich bin Autor mehrerer Bücher und arbeite seit einem Vierteljahrhundert im Journalismus, seit 2012 bei SWI swissinfo.ch.
Als Content Managerin betreue ich Social-Media-Plattformen für ein russischsprachiges Publikum. Mein Ziel ist es, unsere zuverlässigen und ausgewogenen Informationen durch Texte, Illustrationen und Videos so gut wie möglich zu vermitteln.
Ich glaube, dass Multimedia die Zukunft ist. Ich habe ein Diplom in Philologie und einen Master-Abschluss in Medien und Kommunikation. Ich habe für verschiedene Print- und Digitalmedien in Russland und der Schweiz gearbeitet. Seit der Gründung von SWI swissinfo.ch im Jahr 2013 bin ich Mitglied des russischsprachigen Redaktionsteams. Ich spreche Russisch, Englisch, Französisch und Deutsch.
Das Schicksal von Dmitry Skorobutov ist auch das Schicksal der Meinungsfreiheit in der Russischen Föderation. Vor 30 Jahren, nach der Auflösung der Sowjetunion, wurde Russland zu einer offeneren und freieren Gesellschaft. Seither verschlechtert sich die Situation der repräsentativen Demokratie und der Menschenrechte stetig.
Dmitry Skorobutov war jahrelang ein Rädchen im Getriebe des russischen Staatspropaganda-Apparates. Seine Bedenken wuchsen mit der Zeit zu einem tiefgreifenden inneren Konflikt an, bis er schliesslich das Land verlassen musste. Heute lebt er als politischer Flüchtling in der Schweiz.
In unserer Videoserie «Stimmen der Freiheit» beschreibt Skorobutov seine Arbeit als Chefredakteur der Nachrichtensendung «Vesti» des staatlichen Fernsehsenders «Russia-1». Von den 146 Millionen Menschen in Russland sehen jeden Abend etwa 10 bis 15 Millionen diese Sendung: «Als der Regimewechsel in der Ukraine stattfand, haben wir immer mehrere Quellen genutzt, um die Fakten zu verifizieren und eine unvoreingenommene Berichterstattung zu gewährleisten», sagt Skorobutov, der betont, dass «Pressefreiheit eine unverzichtbare Grundlage der modernen Demokratie ist».
Heute steht auch «Russia-1» unter staatlicher Kontrolle, was journalistische Inhalte betrifft. Und Skorobutov? Der 43-Jährige lebt jetzt in einer Unterkunft für Flüchtlinge in Lausanne in der Westschweiz. Am Ende des Monats kann er sich kaum noch Lebensmittel leisten. Freunde hat er in der Schweiz noch nicht gefunden, und seine reichen Landsleute, die in Villen am Genfer See leben, meidet er.
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