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BONN (awp international) - Die Deutsche Telekom will auch nach dem Verkauf ihres US-Mobilfunkgeschäfts weiterhin auf Grossübernahmen verzichten. "Wir müssen den Bär erst erlegen, bevor wir ihn verteilen", sagte Finanzvorstand Tim Höttges am Montag in einer Telefonkonferenz. Auch künftig wollen sich die Bonner zurückhalten und nicht wie die Konkurrenz nach Asien oder Afrika expandieren. "Das ist nicht geplant. Wir konzentrieren uns auf den organischen Umbau des Geschäfts." Am Morgen nach der Ankündigung des 39 Milliarden Dollar schweren Verkaufs der US-Tochter an den US-Konzern AT&T schoss der Aktienkurs um 12,5 Prozent auf 10,79 Euro in die Höhe.
Der wegfallende Umsatz in den USA, immerhin ein Drittel des Konzerngeschäfts, wird demnach nicht direkt ausgeglichen. Höttges versucht die Telekom über Neugeschäft in den Bereichen wie der Datenwolke, dem vernetzten Auto und intelligenten Energienetzen breiter aufzustellen. "Die Telekom muss mehr werden als nur Netzbetreiber."
TELEKOM WILL AN AT&T-ANTEILEN FESTHALTEN
Im Zuge der Verkaufs erhält die Telekom ein Aktienpaket von AT&T, das sie mindestens ein Jahr lang behalten muss. Danach könnte sie die Beteiligung stückweise verkaufen. "Wir haben das nicht vor. Wir wollen sie mittelfristig halten", sagte Höttges. Grund liegt in der starken Dividendenpolitik der Amerikaner.
Die Gefahr wettbewerbsrechtlicher Schwierigkeiten hält Höttges für gering. AT&T habe grosse Erfahrung mit Übernahmen und amerikanischen Wettbewerbshütern. Daher werde sie auch die Führung in dieser Sache übernehmen. "Bei kleineren Auflagen wird der Deal nicht scheitern. Im unwahrscheinlichen Fall, dass er bei grösseren Auflagen doch scheitert, zahlt AT&T uns drei Milliarden Dollar."
VORSTAND POSITIV ÜBERRASCHT
"Dies war mit Abstand die attraktivste Möglichkeit", sagte Höttges. "Die Erwartungen an einen Verkaufspreis waren erheblich geringer." Im Schnitt sei T-Mobile USA mit 25 Milliarden Dollar bewertet worden. Nun erhalte die Telekom von AT&T 39 Milliarden Dollar. "Wir verkaufen 25 Prozent des Unternehmens und bekommen 70 Prozent des Unternehmenswertes der Telekom", sagte Höttges./fn/stw/tw

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