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Postauto-Brand in Kerzers: Was bisher bekannt ist

ausgebrannter Bus
Vom Bus ist nichts mehr übrig. Keystone-SDA

Ein Postauto ist in Kerzers, Kanton Freiburg, in Brand geraten. Dabei sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer sei vorsätzlich gelegt worden, sagen die Behörden.

Das ist passiert: Am Dienstagabend gegen 18:25 Uhr wurde die Kantonspolizei über einen Brand in einem Postauto in Kerzers an der Murtenstrasse informiert. Das Postauto war von Düdingen nach Kerzers unterwegs.

Die Rettungskräfte, die zum Einsatzort eilten, trafen auf ein Fahrzeug, das vollständig in Flammen stand. Die Feuerwehr führte Rettungs- und Löscharbeiten durch.

Für den Einsatz wurden insgesamt zehn Ambulanzen eingesetzt, davon vier aus anderen Kantonen, wie eine Verantwortliche der Sanitätszentrale am Mittwochnachmittag an einer Medienkonferenz erklärte.

Das sagt die Staatsanwaltschaft: Eine Strafuntersuchung für Tötung und Brandstiftung sei eingeleitet worden, sagte der Freiburger Staatsanwalt Raphaël Bourquin am Mittwochnachmittag.

Laut einem Zeugen sei ein Mann aus dem Kanton Bern mit Säcken in der Hand in den Bus eingestiegen. Plötzlich habe er sich mit Benzin überschüttet und angezündet.

Seine Familie sagte, er sei verschwunden; er sei als eine Person beschrieben worden, die am Rand der Gesellschaft gelebt und psychisch instabil gewesen sei.

Laut Staatsanwalt Bourquin handelt es sich um einen etwa 60-jährigen Schweizer. Ein terroristischer Akt könne ausgeschlossen werden.

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Das sagt die Polizei: Philippe Allain, Kommandant der Kantonspolizei Freiburg, sagte, die Todesopfer seien zwischen 1961 und 2009 geboren.

Auf die Frage, ob der Buschauffeur unter den Opfern ist, wollte die Polizei noch nicht antworten, solange die Familien der Opfer noch nicht informiert seien.

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Betroffene Personen: Mindestens sechs Menschen sind ums Leben gekommen. Fünf Personen wurden verletzt, darunter vier Passagiere und ein Rettungssanitäter, wie die Freiburger Polizei an einer Medienkonferenz mitteilte.

Drei der Verletzten befinden sich in einem kritischen Zustand, eine Person wurde mit dem Helikopter ins Spital geflogen, eine Person konnte in der Nacht aus dem Spital entlassen werden.

Die Identität der Verletzten sei geklärt. Die Identifikation der Toten steht nach Polizeiangaben noch aus. Zur Anzahl der Passagiere im Postauto konnte die Polizei noch keine Angaben machen.

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Das sind die Reaktionen: Bundespräsident Guy Parmelin zeigte sich über den Vorfall bestürzt. Es mache ihn traurig, dass erneut Menschen in der Schweiz bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind, schrieb Parmelin auf der Onlineplattform X.

Auch der Freiburger Staatsrat sprach den Familien und Angehörigen der Opfer sein Beileid aus, wie er in einer Mitteilung in der Nacht schrieb.

Die Schweizerische Post hat sich am Dienstagabend in einer ersten Reaktion betroffen von der tragischen Nachricht gezeigt. «Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und den Angehörigen der Verstorbenen», liess die Post auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA verlauten. Ein Care-Team stehe ab Mittwoch für Mitarbeitende zur Verfügung.

Auch Vincent Ducrot, Konzernchef der SBB, hat an der Jahresmedienkonferenz seine Anteilnahme ausgedrückt. «So ein Ereignis trifft die ganze ÖV-Familie, das sind schlimme Momente. Ich spreche mein herzliches Beileid aus. Das bestürzt uns.»

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