Digitaler Assistent soll Zugang zu Informationen in Zug verbessern
Im Kanton Zug sollen Chatbots, digitale Assistenten, den Zugang zu öffentlichen Informationen und Websites erleichtern. Der Kantonsrat hat am Donnerstag ein entsprechendes Postulat einhellig überwiesen.
(Keystone-SDA) Ein Postulat von Mitgliedern der Grünen, SP, SVP, GLP und FDP forderte einen digitalen, KI-gestützten Assistenten für den besseren Zugang zu Webseiten und Dokumenten. Die heutige Suche auf dem Onlineportal des Kantons sei nicht sehr hilfreich und liefere oft keine brauchbaren Ergebnisse.
Beni Wattenhofer (ALG), Sprecher der Vorstösserinnen und Vorstösser, sagte am Donnerstag, das Problem sei nicht ein Mangel an Inhalten auf der Kantonsseite, sondern deren schlechte Auffindbarkeit. «Ich hoffe, dass die Bevölkerung künftig findet und nicht nur sucht.» An den Finanzdirektor gerichtet, sagte er, der Kanton solle mutig sein und rasch eine Pilotlösung umsetzen.
Ziel sei es, bestehende Inhalte wie öffentliche Seiten, Wegleitungen und Dokumente einfacher auffindbar zu machen. Moderne KI-Lösungen seien bereits verfügbar. Zudem soll die Barrierefreiheit verbessert werden, etwa durch einfache Spracheingaben oder verständlichere Antworten.
Das Ansinnen fand breite Unterstützung im Kantonsrat. Sämtliche Sprecherinnen und Sprecher unterstützten das Postulat.
Auch die Regierung teilte die Auffassung des Vorstosses. Finanzdirektor Heinz Tännler (SVP) sagte, man sehe den Verbesserungsbedarf, werde die genannten Punkte aufnehmen und «aufs Gaspedal drücken».