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Elektrizitätswerke Zürich und Basel senken Beteiligung an KWO

Die Elektrizitätswerke Zürich und Basel reduzieren ihre Beteiligung an den Kraftwerken Oberhasli zugunsten der Berner Aktionäre, namentlich dem Energiekonzern BKW und dem Stadtberner Energieversorger Energie Wasser Bern (ewb).

(Keystone-SDA) Mit dem Auslaufen und der Erneuerung der Wasserkraftkonzession der Kraftwerke Oberhasli (KWO) im Jahr 2042 soll die bernische Beteiligung gestärkt werden.

Heute hält der bernische Energiekonzern BKW 50 Prozent. Hinzu kommen Energie Wasser Bern (EWB) sowie die Elektrizitätswerke von Zürich und Basel mit jeweils 16,7 Prozent.

Künftig hält die BKW 60 und ewb 20 Prozent. Die Industriellen Werke Basel und das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich sollen mit je zehn Prozent an Bord bleiben, wie der Regierungsrat am Mittwoch vor den Medien bekanntgab.

Laut Medienmitteilung sind die vier Partner einverstanden mit dieser Lösung. Bereits im Februar hatten sie Zustimmung signalisiert.

Ein Konsortium von gegen 30 kleineren bernischen Energieunternehmen erhält zwar keine Aktien, ihm wird jedoch ab 2042 zu Jahreskosten sechs Prozent der KWO-Stromproduktion zugesichert.

Das Berner Kantonsparlament hatte vom Regierungsrat gefordert, Berner Energieunternehmen insgesamt zu stärken und namentlich das Konsortium kleinerer Berner Energieunternehmen in geeigneter Weise bei der KWO zu beteiligen.

Aus dem Dialog entstand nun die am Mittwoch vorgestellte Lösung. Der Grosse Rat wird sich in der Wintersession mit der Konzessionsstrategie Wasserkraft befassen.

Offene Frage

Noch offen ist die Frage der Entschädigung für den Verzicht auf den Heimfall. Vereinfacht gesagt geht es dabei darum, dass die Kraftwerksbesitzer dem Kanton eine Entschädigung dafür bezahlen, dass er ihnen die Anlagen weiterhin überlässt und sie nicht selber übernimmt.

Die Höhe dieser Heimfallverzichtsentschädigung spielt laut Kanton eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der KWO-Grossprojekte an der Trift und zur Vergrösserung des Grimselstausees. Wie viel Geld fliesst, ist noch offen. Der Kanton will das weitere Vorgehen in einem Konzept erarbeiten.

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