Ems-Chemie steigert Gewinn bei tieferem Umsatz
Der Spezialchemiekonzern Ems hat im ersten Semester des Geschäftsjahres 2026 zwar etwas weniger umgesetzt, aber mehr Mengen abgesetzt und verdient. Die Prognose für das laufende Jahr wird nun sogar leicht erhöht.
(Keystone-SDA) Wie das von der SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher geführte Unternehmen am Freitag mitteilte, ging der Umsatz um 0,8 Prozent auf 1,01 Milliarden Franken zurück. Dabei schmälerten Währungseffekte die Verkäufe um 5,2 Prozent.
Den grössten Teil davon erzielt das Unternehmen mit Polymeren, aus denen vor allem Autoteile, aber auch etwa Skischuhe oder Spielkonsolen gefertigt werden. Der Autosektor steht für rund 60 Prozent der Ems-Umsätze.
Man habe einen «erfreulichen» Geschäftsverlauf mit wachsenden Absatzmengen verzeichnet, insbesondere mit innovativen Neugeschäften, erklärte Ems zum Geschäftsverlauf. Gleichzeitig sah sich das Unternehmen mit steigenden Rohstoffkosten konfrontiert. Dies habe man zeitnah mit höheren Verkaufspreisen kompensiert.
Höhere operative Profitabilität
Der Fokus auf Spezialitäten war laut Ems massgeblich für eine höhere operative Profitabilität verantwortlich. In Zahlen ausgedrückt nahm das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 4,7 Prozent auf 310 Millionen Franken zu. Die entsprechende Marge erhöhte sich um 1,5 Prozentpunkte auf 30,6 Prozent. Mit den Ergebnissen lag Ems über den Erwartungen der Analysten.
Für das laufende Jahr passt Ems die Vorschau leicht nach oben an. Neu wird ein Nettoumsatz erwartet, der nur noch «leicht» unter den Vorjahreswerten liegt. Das Betriebsergebnis (EBIT) erwartet Ems unverändert leicht über Vorjahr.
Im Geschäftsjahr 2025 hatte Ems-Chemie einen Umsatz von 1,95 Milliarden Franken eingefahren. Der Betriebsgewinn (EBIT) kam bei 567 Millionen Franken zu liegen.