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Europäischer Gerichtshof bestätigt Geldbusse für Lafarge wegen Gips-Kartell

LUXEMBURG (awp international) – Der Europäische Gerichtshof hat ein Urteil gegen den französischen Baustoffhersteller Lafarge wegen Absprachen auf dem Gipsplattenmarkt bestätigt. Die verhängte Geldbusse von 249,6 Millionen Euro werde aufrechterhalten, teilte das Gericht am Donnerstag in Luxemburg mit. Bei dem Fall geht es um Absprachen mehrerer Unternehmen über Verkaufsmengen und Preise mit dem Ziel, die mehrerer europäischer Länder in den Jahren 1992 bis 1998 geografisch aufzuteilen.
Die Strafe war höher ausgefallen, weil Lafarge nach einem früheren Fall auf dem Zementmarkt als Wiederholungstäter galt. Gegen diese Entscheidung war das Unternehmen vorgegangen und hatte argumentiert, das frühere Urteil sei zum Zeitpunkt der Zuwiderhandlung noch nicht rechtskräftig gewesen. Die Geldbusse müsse daher niedriger ausfallen oder die Entscheidung aufgehoben werden. Die Richter am Europäischen Gerichtshof argumentierten dagegen, dass von der Rechtmässigkeit eines Urteils solange auszugehen sei, bis es zurückgenommen werde./nmu/stw/tw

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