Navigation

EZB/Trichet bei Griechenland-Gesprächen zuversichtlich (AF)

Dieser Inhalt wurde am 29. April 2010 - 15:29 publiziert

MÜNCHEN (awp international) - Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, rechnet fest mit einem Erfolg der Anstrengungen, das verschuldete Griechenland vor einer Staatspleite zu bewahren. Er sei bei den Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung, der Europäischen Kommission, der EZB und dem Internationalen Währungsfonds zuversichtlich, sagte Trichet am Donnerstag auf einer Wirtschaftskonferenz in München. Nötig sei ein mutiges, umfassendes und überzeugendes Mehr-Jahres-Programm.
Einen konkreten Kommentar zum Stand der Gespräche gab der EZB-Präsident nicht. Nötig sei aber ein schnelles und entschlossenes Handeln, nötig sei ein starkes und und glaubwürdiges Rettungsprogramm. Zudem müsse man verhindern, dass die finanziellen Risiken auf die Eurozone als Ganzes durchschlagen. Mit Blick auf die aktuelle Debatte in Deutschland über die Griechenland-Hilfe sagte Trichet, er hoffe auf ein rasches parlamentarisches Verfahren.
Für die Zukunft mahnte Trichet innerhalb der Euro-Länder eine bessere und effektivere gegenseitige Überwachung der nationalen Finanz- und Wirtschaftspolitiken an. Die Krise habe Schwächen bei der Durchsetzung des Stabilitäts- und Wachstumspakts aufgezeigt, erklärte er. Dieser Pakt müsse erneuert werden. Und hier muss Deutschland nach Ansicht Trichets eine Führungsrolle übernehmen. Er zähle vor allem auf Deutschland, wenn es darum gehe, bei der Kontrolle und Neuausrichtung der Politik einen grossen Sprung vorwärts zu machen.
Mit Blick auf Griechenland sagte Trichet, dort habe eine Verantwortungslosigkeit in Finanzfragen und eine Vernachlässigung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit die nationale Wirtschaft extrem verletzlich gemacht. Nötig seien dort jetzt mutige Schritte der Regierung, um die Staatsfinanzen nachhaltig zu konsolidieren./ctt/DP/bgf

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?