Fällanden stoppt aus Kostengründen Sanierung des Gemeindehauses
Der Gemeinderat Fällanden hat die Sanierung des Gemeindehauses sistiert. Die Kosten wären mit 29 Millionen Franken mehr als doppelt so teuer geworden wie angenommen. Grund für den grossen Unterschied ist eine lückenhafte Machbarkeitsstudie.
(Keystone-SDA) Die Studie aus dem Jahr 2022 bilde den realen Sanierungsbedarf aus heutiger Sicht unvollständig ab, teilte der Gemeinderat Fällanden am Donnerstag mit. 2022, vor der Urnenabstimmung, wurden die Berechnungsgrundlagen aktualisiert, erstellt wurden sie schon 2017.
Kombiniert mit der Bauteuerung ergibt sich die massive Kostensteigerung von 14 auf 29 Millionen Franken, wie der Gemeinderat weiter schreibt. Das Projekt kam 2023 an die Urne, «die Meinungsbildung der Stimmberechtigten erfolgte auf der Grundlage von falschen Annahmen».
Bei der Abstimmung lagen zwei Varianten vor, eine Sanierung für 14 Millionen und ein Neubau für 33 Millionen Franken. Die Stimmberechtigten entschieden sich damals mit 60 Prozent für die günstigere Variante.
Neue Abstimmung geplant
Der Gemeinderat übernimmt die Verantwortung für die fehlerhafte Ausarbeitung und entschuldigt sich. Nun will er voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 eine erneute Abstimmung durchführen.
Dabei soll es wieder um die Frage gehen, ob ein Neubau her soll oder der bestehende, über 50 Jahre alte, Bau saniert wird. Der Gemeinderat schreibt, dass bei einem Neubau auch die Schaffung von Alterswohnungen möglich wäre.