Finanzkontrolle fordert Nachbesserungen bei Umbau der Armeelogistik
Die Schweizer Armee muss ihre Logistik kriegstauglich und somit dezentraler gestalten. Die Finanzkontrolle bescheinigt dem Projekt in einem Bericht grundsätzlich die nötige Reife, fordert jedoch Nachbesserungen. Das stösst bei den Verantwortlichen auf offene Ohren.
(Keystone-SDA) Kritisch sieht die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) beispielsweise die unzureichende Einbindung ziviler Lieferketten, wie sie in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht schreibt. Das stelle wegen der hohen Auslandsabhängigkeit bei Rüstungsgütern ein hohes Risiko dar. Zudem fehle es weiterhin an einer krisenfesten IT-Lösung, da das Alltags-SAP im Ernstfall nicht autonom betrieben werden könne. Die EFK fordert etwa eine konsolidierte Übersicht der Dutzenden geplanten Massnahmen sowie eine stärkere Steuerung durch das Verteidigungsdepartement VBS.
Dieses nimmt die Kritik positiv auf. Die Verantwortlichen betonten vor den Medien die Dringlichkeit des Umbaus, um die Verwundbarkeit im Kriegsfall zu reduzieren. Aus Budgetgründen verzichte man jedoch auf einen bis zu zehn Milliarden Franken teuren vollständigen Umbau. Stattdessen setze die Armee pragmatisch auf eine Grunddezentralisierung.