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Gewerkschaft gegen die Migros

Eher Gewitterwolken türmen sich über den Lohnverhandlungen beim grössten Schweizer Detailhändler auf. Keystone

Unter dem Titel "M-Mobilisation" wollen die Gewerkschaften UNIA und VHTL stärkeren Druck auf die Migros ausüben. Die Aktion zielt auf eine Verbesserung der Löhne und der Arbeitsbedingungen. Die Migros nimmt zu den laufenden GAV-Verhandlungen nicht Stellung.

Der grösste Schweizer Detailhändler zahle Löhne von weniger als 3’000 Franken. Die Migros ist deshalb in den vergangenen Wochen immer wieder negativ in die Schlagzeilen gekommen. «Der Ruf einer sozialen Unternehmung, für die sie sich ausgibt, steht ihr nicht zu», sagten Vertreter der Gewerkschaften UNIA und VHTL am Dienstag (24.04.) in Bern.

Neuer GAV wird ausgehandelt

Nicht zuletzt weil die Arbeits-Bedingungen bei der Migros Signalwirkung für die übrigen Vertreter der Branche hätten, konzentrieren sich die Gewerkschaften auf die Ausarbeitung eines neuen Gesamtarbeitsvertrags (GAV). Die Verhandlungen haben eben begonnen; der aktuelle GAV läuft Ende 2002 aus.

Konkret verlangen die Gewerkschaften für Beschäftigte mit zweijähriger Ausbildung im ersten Anstellungsjahr einen Lohn von 3’600 Franken, im zweiten Jahr 3’800 Fr. und ab dem dritten Jahr 4’000 Franken. Für Angestellte mit dreijähriger Ausbildung werden 4’000 Franken im ersten, 4’250 Fr. im zweiten und 4’500 Fr. ab dem dritten Anstellungsjahr gefordert.

Nach eigenen Angaben sind von den 75’000 Migros-Angestellten rund 6’000 in Gewerkschaften organisiert.

Nichts einzuwenden

Gegen die von den Gewerkschaften UNIA und VHTL lancierte Kampagne unter dem Titel habe er grundsätzlich nichts einzuwenden, solange sie sich im Rahmen der Legalität abspiele, sagte Personalchef John F. Leuenberger. Die Gewerkschaft VHTL sei darüber hinaus an die Friedenspflicht gebunden. Allfällige Aktionen dürften zudem die Kundschaft nicht stören.

swissinfo und Agenturen

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