Keine Chips-Kartoffeln mehr
Der Schweizer Pommes-Chipsindustrie geht der Rohstoff aus: Gelagerte Kartoffeln genügen den Qualitäts-Anforderungen nicht mehr. Das schlechte Frühjahrswetter beeinträchtigt die Inland-Produktion. Beim Bundesamt für Landwirtschaft wurde ein zusätzliches Kontingent Kartoffeln beantragt.
Die Branchen-Organisation «swisspatat» will dieses Jahr das Kontingent für Veredelungs-Kartoffeln von 9’200 Tonnen um 3’250 Tonnen Kartoffeln erhöhen. Dies sagte Dominique Roulin von «swisspatat» am Montag (14.01.). Von der beantragten Erhöhung sollen vorerst 1’500 Tonnen für die Chips-Produzenten freigegeben werden.
Gemäss einem Bericht der Zeitung «Schweizer Bauer» seien letzten Herbst bloss 100% anstatt der vorgesehenen 110% des Kartoffelbedarfs eingelagert worden. Zudem habe sich die Qualität der gelagerten Veredelungs-Kartoffelsorte «Panda» verschlechtert.
Wegen des nassen Frühlings leide auch die Inlandproduktion von Speise-Kartoffelsorten wie Bintje und Charlotte, sagte Roulin. In der Schweiz werden jährlich 22’250 Tonnen Kartoffeln und Kartoffel-Produkte eingeführt. Das sind fünf Prozent des schweizerischen Gesamtverbrauchs.
swissinfo und Agenturen
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