Rückgang des Energieverbrauchs
Der Energieverbrauch ist in der Schweiz im letzten Jahr zurückgegangen. Begründet wird diese Entwicklung mit dem warmen Wetter und einem markanten Anstieg der Erdölpreise.
Zum tieferen Energieverbrauch trug laut dem Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK auch das Aktionsprogramm Energie 2000 bei. In einem durchschnittlich kalten Jahr hätte der Konsum unter gleichen Bedingungen zugenommen: Verbrauchsfördernd wirkten nämlich die gute Konjunktur, das Bevölkerungswachstum und die Zunahme des Flug- und Güterverkehrs.
Insgesamt reduzierte sich der Energieverbrauch letztes Jahr von 861’770 auf 855’290 Terajoules, was 0,8 Prozent entspricht. 1999 hatte er noch um 1,7 Prozent zugenommen, ein Jahr zuvor sogar um 2,7 Prozent.
Vom Heizöl zum Erdgas
Am stärksten war der Verbrauchs-Rückgang mit 8,4 Prozent bei den Erdöl-Brennstoffen. Trotz steigenden Marktanteilen verringerte sich aber auch der Verbrauch von Brennholz (um 3, Prozent) und Fernwärme (um 0,1 Prozent).
Die Verlagerung vom Heizöl zum Erdgas hielt an. Das Erdgas legte trotz der warmen Witterung um 0,3 Prozent zu. Nur noch um ein Prozent erhöhte sich der Verbrauch der erneuerbaren Energien Biogas, Sonne, Wind und Umweltwärme. 1999 hatte der Zuwachs hier noch 6,5 Prozent betragen.
Die hohen Erdölpreise führten dazu, dass Heizöl vermehrt durch Kohle und die energetische Nutzung von Abfällen ersetzt wurde. Der Kohleverbrauch stieg um 46 Prozent, der Konsum von Energie aus Müll und Industrieabfällen um 8,3 Prozent.
Wirtschaftswachstum braucht Strom
Die gute Wirtschaftslage wirkte sich vorab bei Strom und Dieselöl aus. Der Elektrizitäts-Verbrauch nahm um 2,3 Prozent zu, der Dieselkonsum um 6,5 Prozent. Bei ungebrochenem Wachstum im Flugverkehr wurden 4,3 Prozent mehr Flugtreibstoff verbraucht. Der Benzinabsatz hingegen blieb mit einer Zunahme um 0,1 Prozent nahezu unverändert.
Der Verbrauch der fossilen Energieträger Erdöl, Gas und Kohle und deren Einsatz zur Erzeugung von Strom und Fernwärme ging um 3,1 Prozent zurück. Um 3,1 Prozent verringerten sich auch die dabei freigesetzten CO2-Emissionen.
swissinfo und Agenturen
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