Swissair und ihre MD-11
Die Swissair baut 19 MD-11 Flugzeuge um: Rauchmelder und Infrarot-Kameras sollen für mehr Sicherheit sorgen.
Drei Jahre ist es her, dass eine MD-11 der Swissair bei Halifax ins Meer stürzte. Seit dem 1. Juli arbeitet nun ein Team der SR Technis am Programm «Modi-Plus», wie die Swissair-Mitarbeiterzeitung «news» schreibt.
Im Cockpit- und First-Class-Bereich sowie in der Nase des Flugzeugs aller MD-11-Maschinen werden dabei Rauchmelder, Feuerlöscher und Infrarot-Kameras installiert.
Diese sollen den Piloten bei einem Rauchalarm sofort Aufschluss darüber geben, ob es sich um Rauch oder um einen Fehlalarm handelt. Im Fall von Rauch könnten die Piloten den Gebrauch der Feuerlöscher veranlassen. Das Löschmittel Halon würde dann über ein ausgeklügeltes Leitungssystem zur Gefahrenzone geleitet.
Um das Risiko eines Totalausfalls aller Fluginstrumente zu reduzieren, werden die Hauptkabelstränge, die vom Flugzeugrumpf ins Cockpit führen, voneinander getrennt und auf separaten Wegen nach vorne geführt.
Kosten von 20 Millionen
Und damit die Crew auch beim Totalausfall des Hauptbord-Computers die flugrelevanten Informationen ablesen kann, wird zudem das «Secondary Flight Display System» (SFD) modernisiert. Das SFD-System kombiniert relevante Funktionen wie Horizont, Geschwindigkeits-, Höhen- und Richtungsanzeige.
Das laut Swissair rund 20 Mio. Franken teure Programm geht gemäss «news» weiter als von der Flugsicherheits-Behörde vorgeschrieben. Der Einbau von Infrarotkameras etwa sei eine wesentliche Neuerung in Passagierflugzeugen.
swissinfo und Agenturen
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