Verkehrschaos am Gotthard
Der Rückreiseverkehr hat am Mittwoch in der Leventina zu einem Chaos geführt. Ein Unfall blockierte die A2.
Ins Stocken geriet der Verkehr bereits am Mittwochmorgen, als zahlreiche Automobilisten im Gotthard-Tunnel zu langsam fuhren. Dadurch bildeten sich vor dem Tunnel Kolonnen. Das wiederum hatte zur Folge, dass die wartenden Lastwagen die Dosierungsstelle in Quinto nicht pünktlich verlassen konnten, wie ein Sprecher der Verkehrspolizei sagte.
Die Tessiner Verkehrspolizei versuchte das Problem zu lösen, indem sie zu bestimmten Zeitpunkten in der unteren Leventina die A2 für die Autos sperrte. So konnte die Camion-Karawane in Quinto im Abstand von 150 Metern in den einspurigen Tunnel fahren.
Gotthard-Tunnel kurzzeitig geschlossen
Dieses System konnte allerdings bloss wenige Stunden aufrecht erhalten werden. Als am Nachmittag in der Nähe von Piotta ein Unfall zwischen einem Camion und einem Lieferwagen die Autobahn blockierte, leitete die Polizei den Verkehr während zwei Stunden auf die San-Bernardino-Route um.
Fast gleichzeitig gab es am Nordportal in Göschenen einen kleinen Unfall. Um Rückstaus zu verhindern, musste der Gotthard-Tunnel für kurze Zeit geschlossen werden
Gegen Abend hatte sich die Situation auf der Gotthard-Süd-Rampe wieder normalisiert. Die mehrere Kilometer lange Kolonne nördlich von Biasca löste sich auf.
Mindestens fünf Verkehrstote
Mindestens fünf Menschen verloren über die Neujahrstage auf den Schweizer Strassen ihr Leben. Bei der Frontalkollision zweier Autos auf der A4 in Kleinandelfingen kam am Dienstag gegen 19.30 Uhr ein Ehepaar ums Leben.
Auf der A13 bei Sufers GR starb am Mittwochmorgen ein 60-jähriger Automobilist bei einer Frontalkollision. Er war in einer Rechtskurve ins Schleudern geraten und dabei in ein entgegen kommendes Auto geprallt.
Ein 25-jähriger Autolenker fuhr am Morgen des Neujahrstages in Schlieren ZH in einen Mast und starb am Unfallort. Am Silvesternachmittag starb ein 33-jähriger Autolenker in Sapey VS, als er zum Überholen ansetzte. Er prallte dabei in ein korrekt entgegen kommendes Fahrzeug.
«Nez rouge» ein voller Erfolg
Demgegenüber war die Präventions-Kampagne «Nez rouge» erneut ein voller Erfolg. Während der Festtage wurden knapp 8000 Bezechte oder Übermüdete sicher nach Hause gefahren. Das waren 2% mehr als im Vorjahr.
Am stärksten war die Nachfrage erneut in Bern, wo 631 Fahrten von den Freiwilligen durgeführt wurden. Danach folgten Aarau (462), Genf (445), Morges VD (324) und Zürich (300).
SBB: Verspätungen in Luzern und am Simplon
Die Züge der SBB verkehrten über Neujahr insgesamt pünktlich. Laut Mediensprecher Christian Ginsig kam es lediglich in Luzern und im Simplon-Tunnel zu Verspätungen.
In Luzern riss ein Regionalzug, der Richtung Bern unterwegs war, die Fahrleitung herunter. Von 5.30 bis 12 Uhr war die Strecke nur einspurig befahrbar, so dass die Züge auf dieser Strecke Vespätungen zwischen 5 und 10 Minuten erhielten.
Gleichentags blieb ein Zug wegen eines defekten Signals 80 Minuten lang im Simplon-Tunnel stecken. Ein weiterer Zug auf dieser Strecke hatte deshalb 60 Minuten Verspätung.
swissinfo und Agenturen
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