Das Atomkraftwerk im französischen Fessenheim soll seinen Betrieb bis zum Sommer 2020 endgültig einstellen.

Das erklärte die Freiburger (D) Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer am Donnerstag nach einem Treffen mit der französischen Umweltstaatssekretärin Emmanuelle Wargon in Colmar.

Wargon habe zugesichert, dass der erste Reaktor des grenznahen Meilers bereits am 1. Februar 2020 abgeschaltet werde. Der zweite Reaktor werde am 30. Juni 2020 vom Netz gehen. Die konkreten Verfahren zur Schliessung würden kurzfristig eingeleitet.

Ursprünglich hatte Paris die Stilllegung des ältesten französischen Atomkraftwerks im Dreiländereck zwischen Frankreich, Deutschland und der Schweiz von der Inbetriebnahme eines neuen Reaktors im nordfranzösischen Flamanville abhängig gemacht, die sich aber immer weiter verzögert.

Präsident Emmanuel Macron sagte im November 2018 zu, Fessenheim 2020 abzuschalten. Die Schweiz und Deutschland fordern nach vielen Störfällen in der 40-jährigen Geschichte schon lange das Aus für Fessenheim.

"Mit dieser Terminankündigung hat die französische Regierung deutlich gemacht, dass es ihr mit der Abschaltung des Atomkraftwerks ernst ist", erklärte Regierungspräsidentin Schäfer. Das sei eine sehr gute Nachricht.

Die baden-württembergische Landesregierung werde sich nun dafür einsetzen, dass die Abschalttermine rechtssicher festgeschrieben werden, erklärte Staatssekretär Volker Ratzmann, Bevollmächtigter des Landes beim Bund. Schäfer nannte das Ende von Fessenheim "überfällig".

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