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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Es passiert selten in der Schweiz. Doch heute war so ein Tag – eine Bombe ist geplatzt: Die Schweiz mittendrin in einem riesigen internationalen Spionage-Skandal.

Beste Grüsse aus Bern

sda-ats

Sie ist es immer noch: Die Schweiz – eine Drehscheibe für Spionage bis in höchste Sphären. Geheimdienste der USA und Deutschlands haben weltweit über 100 Staaten ausspioniert.

Dabei setzten sie Technologie aus der Schweiz ein. Wie eine Recherche des Schweizer Fernsehens (SRF), des Deutschen Fernsehens ZDF und der Zeitung «Washington Post» zeigt, haben die CIA und der deutsche BND (Bundesnachrichtendienst) über Jahrzehnte über 100 Staaten abgehört.

Es geschah mit manipulierten Verschlüsselungsgeräten der Crypto AG mit Sitz in Zug. Die Auswertung ergab, dass die Abhöraktion zumindest bis 2018 andauerte.

Die Schweizer Regierung hat schnell reagiert: Die Crypto AG wurde per sofort mit einem Ausfuhrverbot für ihre Chiffriergeräte belegt. Wie jetzt klar wurde, befindet sich die Firma seit 1970 im Besitz von CIA und BND – verschleiert über eine Tarnfirma aus Liechtenstein.

Was die Kunden nicht wussten: Die Verschlüsselungsgeräte hatten eine Hintertüre. So wussten die Amerikaner und die Deutschen über alles Bescheid, was die Regierung im Land X oder der Minister im Staat Y engsten Vertrauten mitteilten. Und: Die Schweizer Geheimdienste waren in die Operationen der Kollegen von CIA und BND eingeweiht.

Bereits hat ein erster Schweizer Politiker die Einsetzung einer Parlamentarischen Untersuchungskommission verlangt, die nur in schwersten Krisenfällen zum Einsatz kommt. Man muss nicht Hellseher sein: Fortsetzung folgt.

sda-ats

«Klima-Leiche im Wallis aufgetaucht.» Nein, um Mord geht es nicht. Aber gut sind die Nachrichten, die aus dem Bergkanton kommen, nicht: Die Chemiefirma Lonza hat in Visp jahrzehntelang klimaschädliches Lachgas produziert. Ohne dies zu wissen.

Das Lachgas – es zählt zu den Treibhausgasen, welche die Klimakatastrophe fördern – entstand im Zusammenhang mit der Produktion eines Vitamins. Erst durch den Einsatz modernster Messgeräte wurde die lange Zeit unbekannte Emissionsquelle entdeckt.

Der Fall ist alles andere als eine Lapalie, weil es für die Schweiz noch schwieriger wird, das Klimaziel 2020 zu erreichen. 

Denn nun ist klar, dass die Schweiz 0,6 Millionen Tonnen mehr CO2 ausstösst als bisher ausgewiesen. Lonza als Verursacherin will das Leck stopfen und bis in einem Jahr einen Katalysator einbauen.

Die Rentnerinnen und Rentner in der Schweiz stehen nach dem deutlichen Nein zur AHV-Initiative allein auf weiter Flur: Wird es den Bürgerlichen kommende Woche im Parlament in der Debatte zur Altersreform 2020 gelingen, andere Wege aufzeigen, die AHV zu sichern? Keystone

Heissen Sie Hans oder Erika? Dann seien Sie besser auf der Hut!

Vornamen können ältere Menschen zu Opfern machen. Dies bei Verbrechen, bei denen Täter Rentnerinnen und Rentner auf niederträchtige Weise um deren Erspartes bringen.

Enkeltrick lautet die Bezeichnung dieser miesen Masche. Dabei ruft eine wildfremde Person eine ältere Person an. Denn diese sind leichter zu verunsichern und oft beängstigend gutgläubig. Der Anrufer gibt sich als Enkel aus, der sich in finanzieller Notlage befinde. Oder als Polizist, der vor Dieben warnt. Deshalb solle das Opfer sein Geld bei ihm «in Sicherheit» geben – und weg ist es.

Ihre Opfer identifizieren die organisierten Täter, es sind oft Gruppen aus Osteuropa und neuerdings der Türkei – leicht aufgrund von Vornamen: Hans, Erika, Elisabeth, Walter, Marie, Kurt, Margot oder Helga sind Namen, die heute kaum mehr in Gebrauch sind.

Nun hat die Bundespolizei erstmals eine Liste jener Namen veröffentlicht, auf welche die Betrüger setzen, wenn sie die Telefondateien durchforsten. Dass das ganze keine Hysterie ist, zeigen die Zahlen von 2016 bis 2019: Innert dreier Jahre hat sich die Zahl jener, die sich am Telefon als Polizisten ausgeben, verzehnfacht.

Zweiter Weltkrieg: Abreise der ersten Schweizer Ärztemission an die Ostfront, 1941. (RDB) RDB

Auch heute noch unglaublich, aber wahr: Die Schweizer Ärztemission an der Ostfront im Zweiten Weltkrieg.

Von 1941 bis 1943 versorgten Schweizer Chirurgen und Krankenpersonal Soldaten der deutschen Wehrmacht, die an der Ostfront verletzt worden waren. Gegen aussen war die Aktion als humanitäre Aktion der neutralen Schweiz getarnt.

In Tat und Wahrheit war es ein Kriegseinsatz von Personen aus der Schweiz in den Reihen der Nazi-Armee. Initiant und Leiter war Eugen Bircher, Arzt, Politiker und Bewunderer Hitlers.

Die Reden, die Bircher an sein Personal richtete, lassen keinen Zweifel offen, für welche Seite sein Herz schlug. Was er aber Teilnehmenden verschwieg: Die Schweizer unterstanden dort dem Recht der deutschen Wehrmacht. Bei einem Vergehen gegen das Dritte Reich hätte ihnen die Todesstrafe gedroht.

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Gastgeber/Gastgeberin Melanie Eichenberger

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© Bündner Kunstmuseum, Chur Honorarfreie Nutzung Nur Für Pressezwecke Im Zusammenhang Mit Der Ausstellung „verrückt Nach A

Angelika Kauffmann: Die Frau ist ein Star der internationalen Kunstszene! Nur war das im 18. Jahrhundert. Und diese Zeiten liegen schon länger zurück. Nun erinnert eine Ausstellung in Düsseldorf an die weitgehend vergessene Schweizer Malerin.



Erstaunlich, was die Kuratorin Bettina Baumgärtel meiner Kollegin Petra Krimphove über Kauffmann sagte: «Sie hat sich selbstbewusst ihre Karriere aufgebaut und wusste genau, was sie wollte.» Erstaunlich weiter, dass es ihr Vater war, der das Talent von Klein Angelika zuerst erkannte und seine Tochter von früh an stark förderte.

Erstaunlich schliesslich, wie die Strategie der Malerin, sich als «Brand» zu etablieren, an die heutigen «Influencer» auf Social Media erinnert. Sie liess das Publikum beim Malen in ihrem Atelier zuschauen, und sie umgab sich mit Prominenten, die ihren sozialen Status aufwerteten.

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