The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Drei Küsschen oder wenigstens ein Handschlag zur Begrüssung. Das ist oder war gang und gäbe. Das Coronavirus lässt viele Leute auf Distanz zu ihren Mitmenschen gehen. Und Grossanlässe hat die Regierung heute verboten.

Herzliche Grüsse aus Bern

Keystone / Pablo Gianinazzi

Die Angst vor dem Corona-Virus verunsichert immer mehr Menschen. In der Schweiz sind weitere Fälle identifiziert worden. Die Regierung verbietet ab sofort grosse Veranstaltungen. Betroffen sind auch Sport- und Fasnacht-Anlässe. Das Verbot gilt vorerst bis am 15. März.

Verboten sind öffentliche und private Veranstaltungen in der Schweiz mit mehr als 1000 Teilnehmenden. Bei Anlässen, an denen weniger als 1000 Personen teilnehmen, müssen die Veranstalter zusammen mit den kantonalen Behörden eine Risikoabwägung vornehmen.

Abgesagt werden insbesondere die grossen Fasnachtveranstaltungen in Basel und Bern sowie Konzertveranstaltungen. Und die Fussballspiele der Schweizer Super League werden verschoben, Eishockey-Spiele vor leeren Rängen ausgetragen. 

Auch manche Schulen sind verunsichert, wie sie mit dem Problem umgehen sollen. Die Ratschläge der Kantone sind unterschiedlich streng. Einig sind sich die Behörden darin, dass regelmässiges Händewaschen das beste Rezept gegen eine Infektion sei.    

  • Das Video der Medienkonferenz des Bundesrats sehen Sie hierExterner Link.
  • Unser Beitrag zur rigorosen Massnahme der Schweizer Regierung.
  • Die Behörden machen ihre Sache gut, sagt der streitbare Immunologe Beda Stadler bei watson.chExterner Link.
  • Manche Eltern fragen sich, ob sie ihre Kinder noch in die Kita oder in die Schule schicken sollen, berichtet 20MinutenExterner Link.
  • Wie es in einer Coronavirus-Quarantäne aussieht, sehen Sie im NZZ-VideoExterner Link.
  • Italien hat den grössten Infektionsherd. Trotzdem werbe das Land unverdrossen um Touristen, berichtet das Bieler TagblattExterner Link. (Paywall)
  • Welche Auswirkungen das Virus auf den Schweizer Tourismus hat, sehen Sie bei SRFExterner Link. (Dialekt)
  • Auch der Schweizer Aktienmarkt erfährt eine der schlechtesten Wochen seit der Finanzkrise 2008, berichtet die HandelszeitungExterner Link.
  • Das Virus erhöhe die Chance auf eine Trump-Niederlage, berichtet der USA-Korrespondent im BlickExterner Link.
​​​​​​​ 
Eingang Inselspital Bern.
Das Coronavirus hält nicht nur die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in Atem. Hier der Eingang des Berner Inselspitals. Keystone / Anthony Anex

Wie erleben Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in Italien die Ausbreitung des Coronavirus? Meine Kolleginnen haben in Italien nachgefragt. 

«Es ist markant ruhiger geworden, es hat viel weniger Leute auf der Strasse«, berichtet Daniel C. Rohr aus Padua – einer Stadt in der Nähe von Venedig.

Irène Beutler-Faugel, Präsidentin aller Schweizer Clubs in Italien, steht in engem Kontakt mit ihren Delegierten. «Die einen sind sehr besorgt, die anderen weniger», so Beutler. Sie befindet sich derzeit in der Schweiz.

Auch Auslandschweizerrat Gian Franco Definti hat mit swissinfo.ch gesprochen. 

Den Artikel meiner Kolleginnen Emilie Ridard und Melanie Eichenberger finden Sie hier

Keystone / Ennio Leanza

Wussten Sie, wer den Kakao nach Ghana gebracht hat? Vermutlich die Schweizer. Vor 170 Jahren soll ein Basler Missionar die ersten Bohnen aus Südamerika importiert haben. Heute ist Ghanas Präsident Nana Akufo-Addo zu Besuch in der Schweiz.

Es ist das erste Mal seit dem Ende der Kolonialzeit, dass ein Vertreter aus Subsahara-Afrika auf Staatsbesuch kommt. Damit werden laut dem Bundesrat die guten Beziehungen zwischen der Schweiz und Ghana gewürdigt.

Die guten Beziehungen bestünden aus Gold und Kakao, sagt Samuel Burri, Afrika-Korrespondent von Radio SRF. Gold mache mehr als 95% des Handelsvolums zwischen Ghana und der Schweiz aus. Das Edelmetall wird in Ghana gefördert und in der Schweiz in Barren gegossen.

Gleiches geschehe mit dem Kakao. Ohne die Bohnen aus Ghana könnten die meisten Schokoladefabriken in der Schweiz ihre Tore dicht machen.

  • Die Bevölkerung Ghanas habe andere Sorgen als den Staatsbesuch in der Schweiz, sagen Journalisten aus dem afrikanischen Staat gegenüber swissinfo.ch.
  • Ghana gilt als demokratischer Leuchtturm in Afrika, sagt SRF-KorrespondentExterner Link Samuel Burri.
  • Wie die Credit Suisse von Ghanas Schokolade-Boom profitieren will, erfahren Sie in Medien der Tamedia-GruppeExterner Link.
  • Die offizielle Mitteilung des Bundesrats zum Staatsbesuch aus Ghana finden Sie hierExterner Link.
Einreichung einer Initiative
Die Unterschriften für die Volksinitiative «Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub» wurden im Juli 2017 eingereicht. Die Befürworter zogen diese dann zugunsten des vom Parlament angenommenen Gegenvorschlags zurück, der nun durch ein Referendum angegriffen wurde, was eine erbitterte Kontroverse über die Art und Weise der Unterschriftensammlung auslöste. Thomas Delley/Keystone

Wer regelmässig zu Fuss in grösseren Schweizer Städten unterwegs ist, wird früher oder später von Unterschriftensammlern angesprochen. Kürzlich wurde bekannt, dass einige Sammler Unterschriften mit falschen Angaben erschlichen hatten. Nun wird ein Verbot des Unterschriftensammelns gegen Entgelt gefordert.

Zuerst konnten solche Machenschaften im Fall des Referendums gegen das Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung nachgewiesen werden. Danach passierte das Gleiche beim Referendum gegen den Vaterschaftsurlaub.

Unter den Personen, die diese Täuschung bemerkten, befand sich ausgerechnet Nationalrat Mathias Reynard, der am Anfang der neuen Bestimmungen gegen Homophobie stand. Der Politiker filmte die Szene und veröffentlichte das Video auf Twitter.

Später reichte Reynard und sein Parteifreund Baptiste Horni eine Motion ein, die fordert, dass das Einholen von Unterschriften durch Irreführung geahndet werden kann.

  • «Das führt zu einer Perversion der direkten Demokratie», sagt Reynard gegenüber swissinfo.chExterner Link.
  • Das Porträt eines Schweizer Bergbauern, der eine Volksinitiativen fast im Alleingang zustande brachte, finden Sie auch bei uns.
  • Wie die Unterschriftensammler die Passanten irreführten, sehen Sie bei SRFExterner Link.


Mehr

Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Melanie Eichenberger

Waren Sie einst im Auslandschweizer-Home im Heimaturlaub?

Erzählen Sie uns von Ihren Erinnerungen an ihren Aufenthalt im Auslandschweizer-Home.

1 Likes
4 Kommentare
Diskussion anzeigen

Meistgelesen
Fünfte Schweiz

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft