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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Wer hats erfunden? Es könnten "die Berner" sein! Forschende der hiesigen Uni wollen den ersten Corona-Impfstoff auf den Markt bringen – schon im Oktober.

Herzliche Grüsse aus Bern und drücken Sie die Daumen!

Copyright 2020 The Associated Press. All Rights Reserved.

Wir Berner zählen angeblich nicht zu den Schnellsten. Jetzt könnten Berner Forscher aber den ersten Corona-Impfstoff weltweit parat haben.

Sie sind optimistisch: Schon ab Oktober wollen die Forschenden der Universität Bern um Martin Bachmann die Schweizer Bevölkerung gegen das Coronavirus impfen lassen.

Der Ansatz von Immunologe Bachmann & Co.: für den Impfstoff verwenden sie nicht das neue Coronavirus selbst, sondern virusähnliche Partikel.

Das würde ihnen erlauben, den Impfstoff rasch in riesigen Mengen herstellen zu können – Bachmann spricht von 10-20 Millionen Dosen.

Das tönt fast wie ein Märchen. Natürlich muss das Präparat, so denn einmal fertig entwickelt, noch das grüne Licht von Swissmedic erhalten, der Schweizer Zertifizierungsbehörde für Heilmittel.

Doch auch hier sieht es gut aus für die schnellen Berner: Sie haben die Behördenvertreter von Anfang an ins Boot geholt. Nun gilt es, Bachmanns Team die Daumen zu drücken.

sda-ats

Trotz akuter Medienkonzentration: Die Schweiz bleibt ein Hort der Pressefreiheit.


Freie Medien sind in einer Demokratie zwingend. Die Schweiz steht diesbezüglich gut da, belegt sie doch unter 180 Ländern Platz acht.

Gemäss dem Pressefreiheit-Ranking 2020, erstellt von Reporter ohne Grenzen, hat die Schweiz zwar gegenüber 2019 zwei Plätze eingebüsst, fungiert aber nach wie vor in der Spitzengruppe. Ungeschoren kommen aber auch wir nicht weg: Kritikpunkt ist die weiter gewachsene Medienkonzentration. Die einst reiche Presselandschaft mit ihren unzähligen Verlagen ist auf nur noch vier grosse Häuser geschrumpft.

Die Primusse der Medienfreiheit sind weiter Norwegen, Finnland, Dänemark und Schweden. Die USA stehen auf Platz 45, Russland ist 149. und China 177. Schlusslicht ist Nordkorea.

Keystone

Rezession: der Begriff verbreitet unter Corona Schrecken. Auch die Hersteller von Schweizer Uhren tauchen.

«Swiss Made»: Das jahrzehntelange Markenzeichen für die zuverlässigen Schweizer Uhren ist kein Virenschutzprogramm. Im März sank die Summe der Exporte von Schweizer Zeitmesser um fast 22%, also über einen Fünftel.

In Stückzahlen gerechnet, verzeichnete die Traditionsbranche im März gar einen veritablen Absturz – minus 43%.

Die gute Nachricht: Nach China, dem Ursprungsland der Corona-Pandemie, haben die Ausfuhren im März bereits wieder angezogen.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Melanie Eichenberger

Leben Sie an einem exotischen Ort, wo kaum andere Schweizerinnen und Schweizer leben?

Nur in fünf Nationen leben zurzeit keine Auslandschweizer:innen – zumindest offiziell. Sind Sie auch die oder der einzige Auslanschweizer in Ihrer Region? Erzählen Sie es uns.

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sda-ats

Baumärkte und Gartencenter Ja, traditionelle Wochenmärkte Nein: die Bauern sind sauer auf den Bundesrat.

Im Exit-Fahrplan der Schweizer Regierung aus dem Corona-Lockdown sind Wochenmärkte in den Städten nirgends zu finden. Zumindest nicht in den drei ersten Etappen.

Das finden die Produzenten gar nicht lustig. «Absolut unverständlich», wettert der Schweizer Bauernverband. Die Abstandsregel liesse sich problemlos einhalten – durch mehr Abstand zwischen den Ständen.

Das sehen die Virus-Experten beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) anders: Wochenmärkte würden «schlecht steuerbare Menschenansammlungen» generieren, heisst das in Beamtendeutsch. Für die Bauern und Produzenten bedeutet der Wegfall des Direktverkaufs einen herben Einnahmeverlust.

Einzelne Bauern haben einen Ausweg gefunden und stellen ihren Stand an einem bestimmten Wochentag einzeln in der Stadt auf. Halten sie Hygiene- und Abstandsregeln ein, haben die BAG-Vertreter nichts dagegen.

Jetzt bitte tapfer sein: Wir Schweizerinnen und Schweizer von heute sind Produkte einer Parallelgesellschaft.

Die Menschen, die bis zur frühen Bronzezeit auf dem Gebiet der heutigen Schweiz lebten, waren zu einem Teil einheimische Pfahlbauern, zum anderen Teil aber Fremdlinge, die von weit herkamen.

Von ganz weit her sogar. Nämlich aus der eurasischen Steppe rund ums Kaspische Meer, also den Gebieten der heutigen Ukraine, Russlands, Georgiens und Aserbaidschans.

Dies zeigen neueste Forschungen, an denen auch Wissenschaftler der Universität Bern beteiligt sind. Aufgrund genetischer Analysen von 96 alten Genomen konnten sie jetzt dingfest machen, dass die Nomaden aus der fernen Steppe rund 2800 Jahre vor Christus herkamen, um sich in der Schweiz niederzulassen. 

Und sich fortan munter mit den Eigengewächsen zu vermischen. Was sie damals angelockt hat? Die Sümpfe, die das Land weitgehend überzogen hatten? Vielleicht haben die alten Genome auch darauf eine Antwort.

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