Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Der Bundesrat hat am Sonntag neue Massnahmen beschlossen, um die rapide steigenden Corona-Zahlen in den Griff zu bekommen. Ob sie ausreichen? Die Meinungen gehen auseinander.
Herzliche Grüsse aus Bern
Corona-Kakophonie und Schweizer Kompetenzgerangel
Es sei fünf vor zwölf, hiess es bei der bundesrätlichen Konferenz gestern Sonntag. Der rasante Anstieg der Fallzahlen brachte die Landesregierung dazu, das Heft wieder in die Hand zu nehmen und schweizweit neue Massnahmen einzuführen.
Weit nach zwölf sei es, hiess es heute sinngemäss bei zahlreichen Medien. Der Bundesrat fahre mit einer «Hochrisikostrategie», schreibt der Tages-Anzeiger, und die NZZ sagt, es sei eigentlich schon lange «fertig lustig».
Die lange befürchtete zweite Welle ist also da. Kaum ist es kälter geworden, sind die Zahlen hochgeschossen – dabei hat der Winter noch nicht einmal begonnen. Es war an der Zeit, dass der Bund den teils überforderten Kantone unter die Arme greift. Ob die Massnahmen ziehen werden? Das wird sich in den nächsten Wochen zeigen.
- Bei uns können Sie die neuesten Entwicklungen nachlesen.
- Die aktuellen Massnahmen im Überblick von SRF NewsExterner Link.
- Der KommentarExterner Link im Tages-Anzeiger. (Paywall)
- Der KommentarExterner Link in der NZZ. (Paywall)
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Der ehemalige SP-Bundesrat René Felber ist gestorben
Vom Büezerkind zum Bundesrat: Die politische Karriere des Neuenburgers René Felber liest sich wie ein sozialdemokratischer Traum.
Als Chef des EDA setzte Felber sein ganzes Gewicht für die europäische Integration der Schweiz ein. Nach einer Krebserkrankung musste er nach nur fünf Jahren seinen Sitz im Bundesrat wieder räumen.
Er blieb nach seiner Genesung aber weiterhin aktiv und präsidierte wichtige Stiftungen. René Felber verstarb nun mit 87 Jahren.
- Unsere Meldung zum Tod von René Felber.
- Hier finden SieExterner Link den Bericht im Tages-Anzeiger.
- Lesen Sie hierExterner Link den Nachruf in der NZZ. (Paywall)
US-Wahlkampf: Die grosse Schlammschlacht
Alle Welt schaut gebannt auf den amerikanischen Wahlkampf. Wie vieles in den USA ist auch das ein Spektakel, mit dem sich die Vorzeigedemokratie gerne zelebrieren würde.
Nur ist das Dargebotene bisher alles andere als glamourös. Der Ton ist aggressiv, die Bevölkerung ist gespalten, mehrere Krisen schwächen das Land: Man muss kein Pessimist sein, um zu erkennen, dass es den USA im Moment nicht besonders gut geht.
Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich der Wahlkampf dieses Mal noch stärker ins Internet verlagert. Das öffnet Tür und Tor für digitale Desinformationskampagnen – eine demokratiepolitisch bedenkliche Entwicklung, wie die Medienexpertin Claire Wardle im Gespräch sagt.
- Lesen Sie hier meinen Artikel über den US-Wahlkampf.
- Wir haben eine Demokratin und einen Republikaner, die beide in der Schweiz wohnen, zu den Wahlen in ihrer Heimat befragt.
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Proteste in Weissrussland: Wenn Frau-Sein ein Vorteil ist
Seit Monaten kommt Weissrussland nicht zur Ruhe: Demonstrationen fordern den langjährigen Autokraten Alexander Lukaschenka auf, nach über einem Vierteljahrhundert die Macht abzugeben. Ganz vorne dabei: die Frauen.
«Wenn in einem autoritären Regime Frauen auf die Strasse gehen, erfahren sie oft deutlich weniger Gewalt. Es ist eine Art strategischer Vorteil.» Das sagt Leandra Bias von der Friedensstiftung Swisspeace.
Solche Regime betrachten Frauen in der Regel als schwach. Das hat mitunter dazu geführt, dass der Protest gegen Lukaschenka nun weiblich geprägt ist. Ob dieser Umstand einen politischen Wechsel herbeiführen wird, muss sich aber noch weisen.
- Lesen Sie hier das Interview meiner Kollegin Sibilla Bondolfi mit Leandra Bias.
- Vor der Pandemie haben wir ein Interview mit dem schweizerischen Botschafter in Minsk geführt.
- Hier finden Sie eine spannende Bildstrecke aus Belarus bevor die Proteste aufflammten.
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