The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast
Fahnen

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Na sowas: Der Bundesrat hat entschieden, wie er mit der EU weitermachen will, das Volk darf aber nichts davon wissen. Was halten Sie von dieser Geheimniskrämerei?

Herzliche Grüsse

Der Bundesrat hat sich beim Rahmenabkommen festgelegt, kommuniziert aber nicht. Schweizer Medien reagieren unterschiedlich.

Externer Inhalt

Der Bundesrat hat am Mittwoch beschlossen, mit welcher Position die neue Chefunterhändlerin demnächst nach Brüssel reisen soll. Der Öffentlichkeit will er aber nichts verraten, um der Schweiz «einen Spielraum» zu bewahren, wie der Bundesratssprecher erklärte.

«Das ist ein Vertrauensbruch», schreibt der Tages-Anzeiger. Die Bevölkerung habe ein Recht, zu erfahren, welches Ziel der Bundesrat verfolge.

«Eine geschickte Strategie des Bundesrates», findet hingegen SRF-Bundeshauskorrespondent Andy Müller. Sonst hätten Kritiker das Verhandlungsziel als ungenügend kritisiert. «Und die Landesregierung wäre geschwächt in die Verhandlungen gestiegen.»

Fluss
Keystone / Na Son Nguyen

Die Debatte über die Konzernverantwortungs-Initiative ist im vollen Gange. Es wird viel Schlamm geworfen.

Die Wochenzeitung (WOZ) berichtet, die Gegner der Initiative hätten Burkina Faso in ihre Kampagne eingespannt. Unter anderem habe die PR-Agentur Furrerhugi zu einer Pressekonferenz mit dem Handelsminister von Burkina Faso geladen, der sagte: «Eure Initiative schadet unserer Wirtschaft.»

Die Weltwoche macht sich vor allem um die Schweizer Wirtschaft Sorgen. Die Unternehmensverantwortungs-Initiative sei ein trojanisches Pferd. «Die Schweizer Firmen sollen dem Angriff der Klage-Industrie ausgesetzt werden.»

Mein Kollege Andrea Tognina ist der Frage nachgegangen, ob die Schweiz international einen Alleingang unternimmt. Er verglich die Forderungen der Initiative mit den Bestimmungen in anderen Ländern.

Hausfassade der SNB
© Keystone / Gaetan Bally

Ebenfalls auf dem Höhepunkt ist die Debatte um die Kriegsgeschäfte-Initiative. Meine Kollegin Pauline Turuban ist den Zahlen nachgegangen, wie viel Geld Schweizer Banken in die Rüstungsindustrie investieren.

In den Jahren 2017 und 2018 investierten die grössten Finanzinstitute der Schweiz fast neun Milliarden US-Dollar in Unternehmen, die Atomwaffen produzieren.

Dabei investieren vier Schweizer Finanzinstitute auch in Nuklearwaffen: UBS, Credit Suisse, die Schweizerische Nationalbank (SNB) und der Vermögensverwalter Fisch Asset Management.

Mehr als drei Viertel der Investitionen in Nuklearwaffen kommen aber aus den USA. Die neun Milliarden Franken, die von vier Schweizer Institutionen investiert wurden, stellen nur 1,2% der weltweiten Gesamtinvestitionen in Atomwaffen dar.

Mehr

Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Giannis Mavris

Was halten Sie von der Kriegsgeschäfte-Initiative?

Sollte die Schweiz die Finanzierung von Rüstungsfirmen unterbinden? Oder geht Ihnen das zu weit?

3 Kommentare
Diskussion anzeigen
Demonstration
Keystone / Shahzaib Akber

Zwischen dem Westen und arabischen Ländern tobt ein gehässiger Islamismus-Streit. Die Neue Zürcher Zeitung hat mit dem französischen Politologen und Islamkenner Gilles Kepel gesprochen.

Kepel macht eine neue Form des islamistischen Terrorismus aus, die nicht nur Frankreich, sondern ganz Europa bedrohe.

«Wir haben heute einen Jihadismus, der aus einer Atmosphäre entsteht: die Mohammed-Karikaturen, die Demonstrationen in der arabischen Welt und das Internet», sagte er im Interview.

Einzelpersonen handelten aus diesen Stimmungen heraus, ohne dass direkt eine Organisation dahinter stehe. Den IS gebe es nicht mehr.

Meistgelesen
Fünfte Schweiz

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft